Bahnstrecke Zürich–Winterthur
Die Bahnstrecke Zürich–Winterthur (Fahrplanfeld 750) wurde 1855 eröffnet. Sie führt von Zürich Hauptbahnhof über mehrere Streckenäste nach Winterthur und ist ein Nadelöhr im Schweizer Schienenverkeher. Praktisch alle Linien des Kernnetzes der S-Bahn Zürich befahren Teile dieser Strecke.
Der Hauptast Zürich–Winterthur ist ein Teil der Zürich-Bodenseebahn der ehemaligen Schweizerischen Nordostbahn, die von Zürich über Winterthur, Frauenfeld und Weinfelden nach Romanshorn führt. Das erste Teilstück zwischen Winterthur und Oerlikon wurde 27. Dezember 1855 eröffnet, die Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und Oerlikon 26. Juni 1856 [1]. Die Strecke war von Beginn an mehrheitlich doppelspurig. Sie führt von Zürich HB über Wipkingen nach Oerlikon und von dort über Wallisellen, Dietlikon und Effretikon nach Winterthur. 1902 ging die Strecke ins Eigentum der SBB, die am 6. August 1925 die Strecke elektrischen Betrieb umstellte.
[Bearbeiten] Streckenabschnitte
Einzig auf dem Abschnitt von Effretikon nach Winterthur gibt es keine Parallelstrecke. Zürich Hauptbahnhof und Oerlikon sind mittels zwei Tunnelstrecken verbunden. Eine dritte Verbindung durch den so genannten Weinbergtunnel ist in der Bauphase. Von Oerlikon nach Effretikon gibt es drei Verbindungen: über Wallisellen, Kloten und den Flughafen. Die Zürichberglinie, die vom Hauptbahnhof über Stadelhofen nach Effretikon führt, wird von wenigen Ausnahmen abgesehen nur von S-Bahn-Zügen befahren.
[Bearbeiten] Wipkingerlinie (Zürich HB–Wipkingen–Oerlikon)
Dies ist die erste Verbindung zwischen Zürich HB und Oerlikon. Sie wurde am 26. Juni 1856 eröffnet und führt damals noch über einen Rampe zur Limmatbrücke. Diese verlief entlang der heutigen Röntgenstrasse, was deren geschwungen Verlauf erklärt. Weil diese Rampe für die damaligen Lokomotiven zu steil war, erbaute man die Vorbahnhofsbrücke, die durch ihre geschwungene Streckenführung eine moderatere Steigung erlaubte. Sie war mit ihren 834 Meter damals die längeste Eisenbahnbrücke der Schweiz. Ihr schliesst sich, nachdem ein kurzes Stück des alten Dammes erreicht ist, die Brücke über den Sihlquai und die Limmat an. Die beiden Brücken werden zusammen auch als Wipkinger-Viadukt bezeichnet. Nach der Brücke folgt der Bahnhof Zürich Wipkingen und anschliessend gleich der Wipkingertunnel, nach welchem die Strecke noch ein stückweit in eine offenen Einschnitt verläuft, wo sie sich mit der Käferberglinie vereinigt, und erreicht schliesslich den Bahnhof Zürich Oerlikon. Sie war zwar von Anfang an als doppelspurige Strecke geplant, als solche konnte sie aber erst am 30. Mai 1860 ihren Betrieb aufnehmen. Sie ist seit 1925 elektrifiziert, am 6. August jenes Jahres wurde der elektrische Betrieb aufgenommen. Der Abschnitt wird von einem Teil der Fernverkehrszüge und den Linien S 2 , S 8 und S 14 befahren.
Aufnahme von 1898: Der Aussersihler Viadukt
| Zürich HB–Wipkingen–Oerlikon
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[Bearbeiten] Käferberglinie (Zürich HB–Hardbrücke–Oerlikon)
Die Käferberglinie ist die zweite Verbindung zwischen Oerlikon und dem Hauptbahnhof. Sie wurde 1969 als Direktverbindung zwischen Oerlikon und Altstetten für Güterzüge gebaut. 1979 wurde die Doppelspurbrücke zum HB mit der Haltestelle Hardbrücke eröffnet. Nach einem Ausbau halten seit 1990 an der Hardbrücke auch die S-Bahn-Züge ins Limmattal.
Die Käferberglinie wird von den Zügen der S 5 , S 6 , S 7 und S 16 befahren.
| Zürich HB–Hardbrücke–Oerlikon
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[Bearbeiten] Flughafenlinie (Oerlikon–Bassersdorf–Effretikon)
1980 wurde die Flughafenlinie zwischen Oerlikon und Bassersdorf eingeweiht. Sie schliesst den Flughafen Zürich an den Schweizer Schienenverkehr an. Der Flughafenbahnhof liegt unter dem Check-In 3. Sämtliche Fernverkehrszüge zwischen Zürich und Winterthur sowie die Linien S 2 und S 16 befahren diese Strecke.
| Oerlikon–Flughafen–Bassersdorf–Effretikon
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[Bearbeiten] Oerlikon–Wallisellen–Effretikon
Der Abschnitt Oerlikon–Effretikon ist die Fortsetzung der Wipkingerlinie und wurde 27. Dezember 1855 von der Schweizerischen Nordostbahn eröffnet. Bis zur Eröffnung der Flughafenlinie trug dieser Abschnitt die Hauptlast des Fernverkehrs. Sie ist seit Beginn als doppelspurige Strecke geplant worden, wobei das zweite Gleis erst später offiziell in Betrieb ging: Zürich–Wallisellen am 30. Mai 1860, Wallisellen–Effretikon im Jahr 1861. Am 6. August 1925 konnte der elektrische Betrieb aufgenommen werden. In Wallisellen zweigt die Glatthalbahnstrecke (Fahrplanfeld 740) nach Dübendorf–Uster–Rapperswil SG ab, in Dietlikon mündet die Zürichberglinie ein. Der Abschnitt wird von den Linien S 3 (ab Dietlikon), S 8 und S 14 (bis Wallisellen) befahren.
S3 nach Dietlikon, bei der Dienststation Hürlistein
| Oerlikon–Wallisellen–Dietlikon–Effretikon
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[Bearbeiten] Oerlikon–Kloten–Bassersdorf
Die ehemalige SNB-Strecke Bassersdorf–Kloten–Opfikon wurde 1877 eröffnet, und auch hier konnte am 6. August 1925 der elektrische Betrieb aufgenommen werden. Anfänglich war die ganze Strecke einspurig. Mit dem Bau der Flughafenlinie wurden der Abschnitt (zwischen Verzweigung Dorfnest und Verzweigung Hürlistein) doppelspurig ausgebaut, auf dem beide Strecken zusammen fallen. Dabei wurde auch der Bahnhof Bassersdorf verlegt. Heute wird die Strecke von der S 7 befahren.
| Oerlikon–Kloten–Bassersdorf
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[Bearbeiten] Zürichberglinie (Zürich HB–Stadelhofen–Dietlikon/Dübendorf)
Hierbei handelt es sich um das eigentlich Kernstück der S-Bahn Zürich, denn das gesamte S-Bahn Konzept wäre ohne diese Neubaustrecke nicht realisierbar gewesen. Zusammen mit der S-Bahn wurde die Zürichberglinie zwischen Zürich HB und Dietlikon/Dübendorf am 27. Mai 1990 für den fahrplanmässigen Verkehr eröffnet. Die Strecke ist durchgehend doppelspurig und mit 15 000 Volt 16 2/3 Herz elektrifiziert. Die Verzweigung Neugut, wo die Strecke mit der Glatthalbahnstrecke verbunden ist, ist mit zwei einspurigen Brücken so ausgeführt, dass die Züge ohne Querung des Gegengleises abzweigen können. Die Zürichbergstrecke wird von den Linien S 3 , S 5 , S 6 , S 7 , S 9 , S 11, S 12 , S 15 und S 16 befahren.
| Zürich HB–Stadelhofen–Stettbach–Dübendorf/Dietlikon
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| Strecke von Hardbrücke
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| 99,0
| Zürich HB (Gleishalle)
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| 99,3
| Vorbahnhoftunnel
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| 99,9
| Zürich HB (Museumstrasse)
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| Hirschengrabentunnel 2148 m
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| 101,0
| Rämistrassetunnel
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| 101,6
| Zürich Stadelhofen
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| 102,2
| Kreuzbühlstrassetunnel
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| 102,3
| Strecke nach Zürich Tiefenbrunnen–Meilen–Rapperswil
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| Zürichbergtunnel 4968 m
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| 106,9
| Stettbach
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| 107,0
| Sagentobelbachwegtunnel
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| Neugutviadukt 920 m
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| 108,0
| Verzweigung Neugut
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| 108,1
| Strecke von Wallisellen
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| 109,7
| Dübendorf
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| Föhrlibucktunnel 199 m
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| Strecke nach Uster–Rapperswil/Hinwil
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| Weidenholzviadukt 550 m
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| 109,4
| Strecke von Wallisellen
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| 110,2
| Dietlikon
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| Strecke nach Effretikon
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[Bearbeiten] Effretikon–Winterthur
Der Abschnitt Effretikon–Winterthur ist die Fortsetzung der Strecke von Zürich über Oerlikon, Wallisellen, Dietlikon, Effretikon und wurde 1855 von der Schweizerischen Nordostbahn eröffnet. 1862 wurde die Strecke mit einer zweiten Spur ergänzt. 1877 baute die konkurrierende Schweizerische Nationalbahn (SNB) ein weiteres Geleise neben der bestehenden Doppelspur für ihre Strecke von Baden Oberstadt über Wettingen–Seebach–Kloten nach Winterthur. Doch schon 1878 erfolgte wegen finanziellen Problemen die Zwangsliquidation der SNB und die Schweizerische Nordostbahn übernahm diese Gesellschaft. Im Jahre 1882 wurde darauf das dritte Geleise der ehemaligen SNB abgebrochen.
Heute wäre ein drittes Geleise von Nutzen, denn diese Strecke ist ein Nadelöhr der Verbindung von Zürich über Winterthur in die Ostschweiz und gilt als meistbefahrene Bahnstrecke der Schweiz.[2] Um die Streckenkapazität zu erhöhen, gab es schon viele verschiedene Projekte, so den Wiederaufbau des dritten Geleises durch die Enge bei Kemptthal, oder eine neue Strecke unterirdisch als Fortsetzung der Flughafenlinie ab Dorfnest bei Bassersdorf nach Winterthur. Diese Bemühungen scheiterten aber bisher immer an der Finanzierung. Als Notlösung wurde bisher ein Dreispurausbau der Strecke nach der Autobahnunterführung bei der Tössmühle bis in den Bahnhof Winterthur realisiert.
Die Strecke wird von 12 S-Bahn-Linien und drei Nacht-S-Bahn-Linien ganz oder teilweise befahren.
Zu den Hauptverkehrszeiten verkehren zudem etliche Zusatzzüge.
Neben den S-Bahn-Zügen wird die Strecke von sämtlichen Fernverkehrszügen in die Ostschweiz befahren.
Täglich verkehrende Fernverkehrszüge:
Die Strecke wird von einigen Güterzügen von/nach der Ostschweiz befahren.
- ↑ Hans G. Wägli, Generalsekretariat SBB (Hrsg.): Schienennetz Schweiz. AS-Verlag, Zürich 1998, ISBN 978-3-905111-21-7.
- ↑ Neue Zürcher Zeitung, 31. Januar 2008
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