Borussia Düsseldorf
Borussia Düsseldorf ist ein Tischtennisbundesligist aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Zur Zeit ist der Verein, der amtierender deutscher Meister ist, Deutschlands erfolgreichster Tischtennis-Verein.
- Timo Boll
- Christian Süß
- Seiya Kishikawa
- Trinko Keen
- Europapokal der Landesmeister: 1988/89, 1990/91, 1991/92, 1992/93, 1996/97, 1997/98
- 1988/89: Endspielsieg gegen Falkenbergs BTK
- 1990/91 gegen UTT Levallois: Nach einer 1:5-Niederlage im Hinspiel siegte Düsseldorf im Rückspiel mit 5:0 (Jörg Roßkopf, Steffen Fetzner, Thierry Cabrera)[1]
- 1991/92: Gegen den ATSV Saarbrücken siegen Jörg Roßkopf, Steffen Fetzner, Thierry Cabrera zweimal mit jeweils 5:2[2]
- 1992/93 gegen Royal Villette Charleroi (Belgien): Das Hinspiel gewann Charleroi mit 4:3, im Rückspiel siegte Düsseldorf ebenfalls mit 4:3, hatte insgesamt aber das bessere Satzverhältnis. Jörg Roßkopf, Steffen Fetzner, Josef Plachý.[3]
- 1996/97 gegen Libertas Alfaterna (Italien) mit 4:1- und 4:0-Siegen. Jörg Roßkopf, Philippe Saive, Wladimir Samsonow.[4]
- ETTU Cup: 1986/87[5], 1994/95, 2006/2007
- Champions League
- Deutscher Meister: 1960/61, 1968/69, 1969/70, 1970/71,1973/74,1974/75, 1977/78, 1978/79, 1979/80, 1980/81, 1981/82, 1985/86, 1987/88, 1989/90, 1991/92, 1992/93, 1994/95, 1995/96, 1997/98, 2002/03, 2007/08, 2008/09
- 1960/61: Hans Wilhelm Gäb, Horst Terbeck, Walter Hafner, Horst Graef, Heinz Nink, Pit Weel
- 1968/69: Eberhard Schöler, Jürgen Reuland, Peter Hübner, Wilfried Micke, Horst Graef, Hans Wilhelm Gäb
- 1969/70: Eberhard Schöler, Wilfried Lieck, Peter Hübner, Wilfried Micke, Jürgen Reuland, Horst Graef
- 1970/71: Eberhard Schöler, Wilfried Lieck, Wilfried Micke, Peter Hübner, Manfred Baum, Horst Graef
- 1973/74: Jochen Leiß, Eberhard Schöler, Manfred Baum, Wilfried Micke, Hans-Joachim Nolten, Torben Hartung, Mohammad Vahabzadeh
- 1974/75: Jochen Leiß, Eberhard Schöler, Klaus Fillbrunn, Wilfried Micke, Hans-Joachim Nolten, Ralf Wosik
- 1977/78: Desmond Douglas, Ralf Wosik, Hans-Joachim Nolten, Hanno Deutz, Eberhard Schöler, Hans-Jürgen Herold, Karl-Heinz Scholl
- 1978/79: Desmond Douglas, Ralf Wosik, Hans-Joachim Nolten, Hanno Deutz, Eberhard Schöler, Hans-Jürgen Herold, Karl-Heinz Scholl
- 1979/80: Desmond Douglas, Hans-Joachim Nolten, Ralf Wosik, Hanno Deutz, Jürgen Erdmann, Hans-Jürgen Herold, Karl-Heinz Scholl
- 1980/81: Desmond Douglas, Ralf Wosik, Ake Grönlund, Hans-Joachim Nolten, Hanno Deutz, Jürgen Erdmann, Hans-Jürgen Herold
- 1981/82: Desmond Douglas, Ralf Wosik, Hans-Joachim Nolten, Hanno Deutz, Jürgen Erdmann, Hans-Jürgen Herold
- 1985/86: Jörgen Persson, Ralf Wosik, Cornel Borsos, Steffen Fetzner, Matthias Höring, Andreas Preuß
- 1987/88: Jörg Roßkopf, Ralf Wosik, Steffen Fetzner, Cornel Borsos, Christian Franzel, Andreas Preuß
- 1989/90: Jörg Roßkopf, Steffen Fetzner, Ralf Wosik, Torben Wosik, Christian Franzel, Jochen Lang, Sandor Jankovic, Andreas Preuß
- 1991/92: Jörg Roßkopf, Steffen Fetzner, Thierry Cabrera, Torben Wosik, Andreas Preuß, Ralf Wosik
- 1992/93: Jörg Roßkopf, Steffen Fetzner, Torben Wosik, Josef Plachý, Sascha Köstner, Ralf Wosik
- 1994/95: Jörg Roßkopf, Wladimir Samsonow, Christian Dreher, Sascha Köstner, Daus wurde in den Endspielen nicht eingesetzt
- 1995/96: Jörg Roßkopf, Wladimir Samsonow, Christian Dreher, David Daus, Sascha Köstner
- 1997/98: Wladimir Samsonow, Jörg Roßkopf, Philippe Saive, Martin Monrad, David Daus
- 2002/03: Michael Maze, Magnus Molin, Lars Hielscher, Bastian Steger, Zichao Tian, Christian Süß
- 2007/08: Timo Boll, Christian Süß, Dimitrij Ovtcharov, Petr Korbel, Jun Mizutani
- 2008/09: Timo Boll, Christian Süß, Dimitrij Ovtcharov, Marco Freitas
- Deutscher Pokalsieger: 1970, 1971, 1974, 1975, 1978, 1979, 1982, 1984, 1988, 1989, 1990, 1991, 1994, 1995, 1996, 1997,[9] 1998, 1999, 2008[10]
1949 gründete sich der Verein als Tischtennis-Abteilung der Polizei-Sport-Vereinigung PSV Borussia 02, in der auch der Verein Blau-Weiß Oberkassel aufging.[11] Am 7. Februar 1984 wurde diese Tischtennissparte als ein eigener Verein unter dem Namen Borussia Düsseldorf ausgelagert, weil man sich davon steuertechnische Vorteile versprach.[12][13]
Bei der Gründung der Bundesliga 1966 konnte sich Borussia Düsseldorf nicht qualifizieren. Erst 1967 stieg der Verein in die Bundesliga auf und gehört ihr bis heute (2008) ununterbrochen an. Der Aufstieg zum erfolgreichsten TT-Verein Deutschlands begann 1968, als Eberhard Schöler und Hans Wilhelm Gäb vom Ortsrivalen DJK TuSa 08 Düsseldorf (der zwischen 1962 und 1967 fünfmal Deutscher Meister wurde und der seine Mannschaft 1974 auf Bezirksebene zurückzog[14]) sowie Wilfried Micke von Borussia Dortmund zum PSV Borussia wechselten.
Nachdem der langjährige erfolgreiche Trainer Mario Amizic 1999 sein Amt niedergelegt hatte erfolgte am Ende der Saison 1999/2000 ein Umbruch, als Jörg Roßkopf und Wladimir Samsonow den Verein verließen. Mit den Deutschen Hielscher, Steger, Süß sowie Magnus Molin (SWE), Maze (DEN) und Xiao Han (CHN) bot Düsseldorf unter dem Trainer Andreas Preuß eine Mannschaft auf, die in der Saison ein Durchschnittsalter von etwa 20 Jahren aufwies.[15] Bereits 2002/03 wurde diese Mannschaft erneut deutscher Meister, nachdem sie am Ende der Vorrunde noch auf dem letzten Tabellenplatz gestanden hatte.
Die Erfolge basieren auf einer professionellen Vereinsführung. Als erster deutscher TT-Verein hatte die Borussia einen Manager (Wilfried Micke, ab 1994 Andreas Preuß), einen Trainer (Johannes Dimmig seit 1977[16], Mario Amizic von 1986 bis 1999[17], bis 2006 Andreas Pruß, danach Dirk Wagner[18]) und eine Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die in den ersten Bundesligajahren von Hans Wilhelm Gäb, dem späteren Präsidenten des DTTB und heutigem Vorsitzenden der Stiftung Deutsche Sporthilfe, geleitet wurde.
Um die Jugendarbeit zu fördern veranstaltete der Verein 1988 die 1. Kinder-Olympiade, die bis heute regelmäßig ausgetragen wird. Bei der ersten Auflage nahmen etwa 1400 Kinder aus Deutschland, Niederlande und Luxemburg teil.[19]
Neben der Förderung des Nachwuchses verpflichtete der Verein auch Profis der Weltklasse. Eine Auswahl:
- Eberhard Schöler, Wilfried Lieck, Hans Wilhelm Gäb, Ralf Wosik, Christian Süß, Jörg Roßkopf, Steffen Fetzner, Jochen Leiß
- Desmond Douglas, Jörgen Persson, Wladimir Samsonow, Michael Maze, Ryūsuke Sakamoto
- im Jahre 2007 sind Timo Boll, der aktuelle Europameister im Einzel, sowie Dimitrij Ovtcharov, der mit der deutschen Nationalmannschaft Europameister wurde, nach Düsseldorf gewechselt
- Düsseldorf-Report, Zeitschrift DTS, 1991/2 S. 46–51
- Friedhelm Körner: Das Phänomen Borussia Düsseldorf, DTS, 1995/8 S. 8 und 14
- ↑ Manfred Schillings: Entzaubert: Nach 1:5 noch 5:0, Zeitschrift DTS, 1991/4 S. 50–52
- ↑ Manfred Schillings: Borussia Düsseldorf zum dritten Mal Europapokalsieger – Roßkopf blieb unbesiegt, Zeitschrift DTS, 1992/4 S. 21
- ↑ Zeitschrift DTS, 1993/4 S. 5–6
- ↑ Zeitschrift DTS, 1997/4 S. 16+18
- ↑ Jörg Roßkopf, Ralf Wosik, Jörgen Persson gewannen das Endspiel gegen Levallois UTT (Frankreich)
- ↑ Bericht vom Endspiel: Zeitschrift DTS, 1999/4 S.32 + 1999/5 S.9 + 11
- ↑ Bericht vom Endspiel: Zeitschrift DTS, 2000/4 S. 26–27
- ↑ Bericht vom Endspiel: Zeitschrift DTS, 2009/6 S. 8–13
- ↑ 1997 wurde Düsseldorf der Titel trotz verlorenem Endspiels nachträglich zugesprochen, Ausführlicheres dazu in TTC Zugbrücke Grenzau
- ↑ Bericht von der Endrunde Final Four: Zeitschrift tischtennis, 2008/1 S. 30–33
- ↑ Zeitschrift DTS, 1950/7
- ↑ Zeitschrift DTS, 1984/5 S. 29
- ↑ Zeitschrift DTS, 1985/11 S. 30
- ↑ Zeitschrift DTS, 1974/19 S.65
- ↑ Zeitschrift DTS, 2002/1 S.44
- ↑ Zeitschrift DTS, 1977/3 S.6
- ↑ Friedhelm Körner: Nicht nur Jörg Roßkopf sieht in Mario Amizic den Meistermacher – Er hat den größten Anteil, Zeitschrift DTS, 1992/6 S.5
- ↑ Zeitschrift tischtennis, 2006/8 S.7
- ↑ Elmar Schneider: Kinder, Kinder – das war eine runde Sache, Zeitschrift DTS, 1988/9 S.2224
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