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Dieburg




Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Dieburg, zur gleichnamigen Burg im Pfälzerwald siehe Burg Alsenborn
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dieburg
Dieburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dieburg hervorgehoben
49.98.85144
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 144 m ü. NN
Fläche: 23,11 km²
Einwohner:

15.179 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte: 657 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 64801–64807
Vorwahl: 06071
Kfz-Kennzeichen: DA (alt: DI)
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 004
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 4
64807 Dieburg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Werner Thomas (parteilos)
Lage der Stadt Dieburg im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Datei:Dieburg in DA.svg

Dieburg ist eine Stadt in Hessen, etwa 15 km östlich von Darmstadt. Die ehemalige Kreisstadt des Altkreises Dieburg im östlichen Gebiet des Landkreises Darmstadt-Dieburg bietet als Mittelzentrum (Industrie-, Dienstleistungs-, Hochschul- und Schulstandort) Arbeitsplätze für die Region (Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Babenhausen, Eppertshausen, Münster und Rödermark). Dieburg ist einer der Standorte der Hochschule Darmstadt.

Zuckerstraße in Dieburg

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Dieburg liegt in Südhessen, circa 15 km östlich von Darmstadt im weitläufigen Tal der Gersprenz. Südlich beginnt das Dieburger Land, das hügelig in das Mittelgebirge des Odenwalds übergeht, nördlich und westlich liegen ausgedehnte Waldgebiete der Dreieich. Geologisch ist Dieburg durch das Urstromtal der Gersprenz geprägt. Die Böden bestehen überwiegend aus Ablagerungen wie Kies, Sand und Ton.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Im Norden grenzt Dieburg an die Gemeinde Münster, im Osten an den Ortsteil Münster-Altheim, im Südosten an den Ortsteil Groß-Umstadt-Semd, im Süden an die Gemeinde Groß-Zimmern und dessen Ortsteil Klein-Zimmern sowie im Westen an den Ortsteil Grube Messel.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Dieburg hat keine Stadtteile. Trotzdem gibt es für die Dieburger aber Viertel, die die Stadt weiter unterteilen. Eine Grenze zwischen Dieburg-Ost und Dieburg-West verläuft quer über den Leerparkplatz, den größten Parkplatz, westlich der Innenstadt. Die Grenzlinie zwischen Dieburg-Süd und Dieburg-Nord bildet die Bahnlinie Aschaffenburg – Darmstadt Hbf.

[Bearbeiten] Geschichte

Dieburg - Plan der Innenstadt

Die Besiedlung des Stadtgebietes reicht bis in die Bronzezeit hinein.

siehe Hauptartikel: Siedlungsgeschichte in Südhessen

In der auslaufenden Eisenzeit siedelte im Gebiet um die Stadt der Stamm der Auderiensier. Die fruchtbare Dieburger Bucht wurde dann in den Jahren von 85–90 n. Chr. in die Provinz Obergermanien des Römischen Reiches eingegliedert. Etwa um 125 n. Chr. wurde im Bereich des heutigen Südhessen die Civitas Auderiensium gegründet, deren Hauptort MED... (Name nur unvollständig überliefert) wurde. Diese neuangelegte, stadtähnliche Siedlung lag auf dem Gebiet des heutigen Dieburgs, ihr Forum befand sich im Kreuzungsbereich Frankfurter- /Aschaffenburger Straße. Zahlreiche Kultgegenstände, darunter ein bedeutendes Zeugnis des Mithraskultes, konnten ergraben werden und sind heute im Stadtmuseum zu sehen.

In der Zeit um 200 blühte die Siedlung auf. Das römische Dieburg war ein Vicus, allerdings mit städtischem Charakter. In der für Landwirtschaft gut geeigneten Umgebung entstanden zahlreiche Villae Rusticae, die als Wirtschaftsgüter MED... und die Truppen am nahem Limes versorgten.

Im Laufe des 3. Jahrhunderts häuften sich allerdings Raubüberfälle der Alamannen aus dem Gebiet außerhalb des Limes. Obwohl der Ort, der die spätere mittelalterliche Stadt in seiner Fläche weit übertraf, mit einer Stadtmauer gesichert wurde, konnte nicht verhindert werden, dass sich das Römische Reich ab 260 n. Chr. auf linksrheinische Gebiete Germaniens zurückziehen musste. Das Schicksal der Stadt bis zum frühen Mittelalter liegt im Dunkeln. Eine Kontinuität der Besiedlung ist aber, wenn auch in weit einfacherem Rahmen als zuvor, sehr wahrscheinlich. Münzfunde und Bebauungsspuren deuten darauf hin. So liegt die heutige Wallfahrtskirche im westlichen Bereich des römischen Forums, ihr Grundriss wird durch römische Vorgängerbauten bestimmt. Vermutlich vermischte sich der zurückbleibende Teil der römischen Bevölkerung, der hauptsächlich germanischen und keltischen Ursprungs war, mit den hinzuströmenden Alamannen, die eventuell als Föderaten im Vorfeld des römischen Mainz (Mogontiacum) noch regen Handel mit dem Imperium trieben.

Das älteste Siegel der Stadt Dieburg

Nach der Eroberung des Gebietes durch die Franken wurde in Dieburg und im nahen Groß-Umstadt ein Königshof installiert. Die Siedlung war zu dieser Zeit als "Altenstadt" bekannt und konzentrierte sich um den Bereich der Wallfahrtskirche, deren Ursprungsbau spätestens karolingisch ist, wie aber schon gesagt wurde, auch einen römischen Vorgängerbau besitzt, dessen Zweckbestimmung unbekannt ist. Die Hauptstraße dieser Siedlung trägt heute noch den Namen "Altstadt", obwohl sie außerhalb der Mauern des mittelalterlichen Dieburgs lag.

Diese mittelalterliche Stadt Dieburg wurde erstmals im Jahr 1169 als "Castrum Dieteburg" erwähnt. Sie ist eine Stadt, die planmäßig im Bereich zwischen der Wasserburg in der Gersprenz und der "Altenstadt" angelegt wurde. Ihr mustergültiger Grundriss mit differenzierten Haupt- und Nebengassen, Stadtmauer mit Gräben, Burg, Markt und neuer Pfarrkirche ist heute noch im Stadtplan zu erkennen. Neuere Forschungen gehen anhand dieser Stadtanlage davon aus, dass das regierende Kaisergeschlecht der Staufer Dieburg zu einer Reichsstadt ausbauen wollten, um ihre Machtbasis im heutigen Rhein-Main-Gebiet zu verbessern. Allerdings geriet die Stadt schnell in die Abhängigkeit des Erzbistumes Mainz. Nach der Stadtgründung blieb Altenstadt als Vorstadt mit der Wallfahrtskirche erhalten. Damals war die Wallfahrtskirche noch Stadtkirche St. Peter und Paul, erst im 16. Jh. ging das Patrozinium auf die heutige Stadtkirche in der Stadt über, danach wurde die Kirche in Altstadt Wallfahrtskirche umbenannt.

Der Name der Stadt bedeutet so etwas "Volksburg" da das Wort "Diete" vom altdeutschen "diot" = Volk stammt. (Das Wort deutsch hat die gleiche Wurzel.)

In dieser Zeit bestand in Dieburg eine der 30 Wildhuben des Wildbannes Dreieich, welchem auch die umliegenden Wälder angehörten.

Im Verlauf des Mittelalters wurde Dieburg kurmainzisch und Residenz zahlreicher Adelsfamilien, die von hier aus ihre umliegenden Besitzungen verwalteten. Das Schloss der Familie von Fechenbach ist als Stadtmuseum erhalten, ebenso Reste des berühmten Parks derer von Stockau. Die alte Burg wurde zu einem Schloss der Familie Albini umgestaltet und dient nach einigen Umbauten heute (noch) als Landratsamt.

Die urkundliche Ersterwähnung von Bewirtungen am Aschermittwoch im Jahre 1508 gilt als erster Beleg der Dieburger Fastnacht.

Im Zuge des Bauernaufstandes 1525 wurde das Schloss und der kurfürstliche Vorratskeller geplündert. Die aufständischen Bauern wurden im Odenwald und am Main von einem Söldnerheer geschlagen. Mitte des 16. Jahrhunderts ist die Mehrheit der Bürger katholisch, in den Jahren 1582 - 1586 kam es zu Konfessionsstreitigkeiten zwischen dem protestantisch dominierten Stadtrat und dem katholischen Pfarrer.

Um 1600 entsteht mitten auf dem Marktplatz das (nicht mehr erhaltene)Renaissance-Rathaus. Zwischen 1606 - 1613 leidet die Bevölkerung unter einer Pestepidemie, in deren Verlauf die Hexenprozesse (seit 1596) wieder auflodern.

Dieburg um 1700

Im Dreißigjährigen Krieg kam es zu Truppendurchzügen der Spanier, Pfälzer und Bayern. Mit den Soldaten wurde wieder die Pest eingeschleppt. 1622 brandschatzte der protestantische Heerführer Ernst von Mansfeld die ungeschützten Vororte. Die zweite Welle der Hexenprozesse begann 1626. Beim Friedensschluss bot Dieburg ein trostloses Bild: Die Stadt halb zerfallen, die Vorstädte zerstört, die Verteidigungsanlagen desolat, die Bevölkerung stark auf nur noch 500 Einwohner dezimiert. Es folgten der religiöse Wiederaufbau und die Wiederbelebung der Wallfahrt (1675). Mit den neu errichteten Schlössern Stockau nebst weiträumigem Schlossgarten (1699) und Fechenbach (1717) entfaltete sich auch in Dieburg barocke Pracht.

Während der Napoleonischen Kriege kommen mehrmals französische Truppen nach Dieburg. Zu Beginn des 19. Jh. wurde Dieburg hessisch und Kreisstadt des Kreises Dieburg in der Provinz Starkenburg im Großherzogtum Hessen. Zeitweise war es Sitz des Regierungsbezirkes Dieburg. Durch die frühe Anbindung an die Hessische Ludwigsbahn - der Bahnhof wurde 1861 erbaut und 1863 fertig gestellt - konnte sich Dieburg auch industriell entwickeln. Ebenso entstanden ca. 200 Handwerksbetriebe. 1895 wurde Dieburg noch an die Dreieichbahn angebunden.

1977 wurde der Kreis Dieburg mit dem Landkreis Darmstadt vereinigt. Dieburg verlor so seinen Kreisstadtstatus. Seit 2004 werden Teile des teilweise in Dieburg noch ansässigen Landratsamts nach Darmstadt-Kranichstein (das nicht dem Landkreis angehört) übersiedelt. Die Staatliche Abteilung wird dafür in Dieburg (auch für den Westkreis) konzentriert. Durch den von der Landesregierung betriebenen Abzug des Kataster-, Gesundheits- und Schulamts wird die 1900 Jahre währende Mittelpunktfunktion in der Verwaltung der Region aus finanziellen Gründen weiter erheblich geschwächt. Mittlerweile stehen zwei denkmalgeschützte Landesliegenschaften aus der Gründerzeit (das alte Amtsgericht und die alte Polizeistation, die durch einen Neubau am Stadtrand ersetzt wurde) leer. Bis 2010 soll auch der Rest der verbliebenen Kreisverwaltung nach Darmstadt-Kranichstein umziehen.

siehe auch Dieburger Siegel, NS-Zeit in Dieburg

[Bearbeiten] Hexenprozesse in Dieburg

Von 1600 bis 1630 sind für das Erzstift Mainz Dokumente zum Tod von 1879 Menschen als Opfer der Hexenverfolgungen erhalten geblieben. In Dieburg fanden etwa 60 Menschen den Tod auf dem Scheiterhaufen.

Drache zu Dieburg 1603

Der "Drache zu Dieburg" war der Glöckner und Kupferschmied Lorenz Drach aus Dieburg. Er wurde am 18. April 1603 im kurmainzischen Aschaffenburg zusammen mit anderen Männern durch Vierteilung hingerichtet. Wegen der Verfolgung ihrer Frauen hatten die Männer eine Schmähschrift verfasst, in der die Hexenprozesse des Erzbischofs angeprangert wurden. Sie wurden beschuldigt, angeblich die Ermordung des Erzbischofs geplant zu haben.

Quellen dazu: Als Beispiel für Tyrannei und Willkür der Obrigkeit ist er erwähnt in: Anton Praetorius, Gründlicher Bericht über Zauberey, 1613 Vorrede, S. 20

Herbert Pohl: Zauberglaube und Hexenangst im Kurfürstentum Mainz, 2., überarb. u. erw. Aufl., Stuttgart 1998, S. 118 f.

Verfolgungswelle ab 1626

1626 wurde Kurfürst Georg Friedrich von Greiffenclau gleich zu seinem ersten Besuch in Dieburg von der Zentmannschaft gebeten, die nötigen Untersuchungen zur Ausrottung des Lasters der Zauberei anzuordnen.

In Dieburg gab es viele der Hexerei verdächtige Personen, und das Volk war sehr aufgebracht. Zur Beruhigung der Einwohner wurde ein Hexenprozess begonnen gegen die Witwe von Martin Padt, deren Mutter vor zwanzig Jahren als Hexe verbrannt worden war. Am 26. Juni 1627 wurde sie verhört und am 7. Juli hingerichtet. Von der Padtin wurden viele Menschen als angebliche Mitschuldige besagt, so dass es zu einer Serie neuer Prozesse kam in Dieburg, Seligenstadt, Aschaffenburg usw.

Als angebliche Hexentanzplätze wurden in den unter der Folter erpressten Geständnissen genannt: der Eichwasen bei Dieburg, der Humesbühl, der große Formel usw.

Ein Angeklagter, Philipp Krämer aus Dieburg, sagte im Verhör aus, dass alle Zeugenaussagen gegen ihn falsch seien und der Glaube an Hexerei nichts als Aberglauben wäre. Dafür wurde er am 6. September 1627 enthauptet und seine Leiche verbrannt.

1627 wurden nach den vorliegenden Akten in Dieburg 36 Personen hingerichtet, nach Notizen von Pfarrer Laubenheimer sogar 85 "Hexen".

1629 begann im November eine neue Prozesswelle gegen 21 Verdächtige, und ganze Familien sind fast völlig ausgerottet worden.

[Bearbeiten] Politik

Bürgermeister ist Dr. Werner Thomas (parteilos). Er wurde im Mai 2005 mit einem Stimmenanteil von 50,3 % gewählt. Er gewann in einer Stichwahl gegen Peter Christ (CDU), der zuvor Bürgermeister von Dieburg war. Markus Resch (SPD) schied bereits im ersten Wahlgang aus. In der Stadtverordnetenversammlung einigten sich CDU und FDP nach der Kommunalwahl 2006 auf eine Koalition. Stadtverordnetenvorsteher ist Dr. Harald Schöning von der CDU.

[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 45,7 17 47,3 18
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,9 8 28,0 10
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,8 5 10,1 4
FDP Freie Demokratische Partei 11,0 4 9,2 3
UWD Unabhängige Wählergemeinschaft Dieburg 8,5 3 5,3 2
Gesamt 100 37 100' 37
Wahlbeteiligung in % 47,9 55,6

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Dieburg unterhält Partnerschaften mit dem französischen Aubergenville (seit 1975), mit dem sächsischen Vielau (seit 1990) sowie mit dem tschechischen Mladá Boleslav (dt. Jung-Bunzlau) (seit 1997).

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Gaasbecksuhr über dem Rathaus
Marktplatz in Dieburg
Mittelalterliches Badhaus

Das durch seine zahlreichen Fachwerkhäuser geprägte Dieburg ist als Gesamtensemble sehenswert. Bedeutende Bauwerke sind:

  • Kapuzinerkloster
  • Mittelalterliches Badhaus
  • Schloss Fechenbach (Kreis- und Stadtmuseum)
  • Mühlturm
  • Park Fechenbach
  • Schlossgarten
  • Stadt- und Kreismuseum
  • Wallfahrtskirche mit Pieta
  • klassizistisches Rathaus
  • Wolfgangsee (Spaziergang)
  • Freischwimmbad
  • Burganlage Dieburg

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Schlossgartenfest
  • Dieburger Trabrenntag
  • Martinsmarkt
  • Fastnachtsveranstaltungen in Dieburg
  • Maimarkt
  • Traffic Jam Festival

[Bearbeiten] Vereine

Dieburg hat eine große Anzahl an Vereinen, die viele Bereiche des kulturellen und sportlichen Lebens abdecken. Insbesondere die Fastnacht hat einen besonderen Status im Dieburger Vereinsleben.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Eisenbahn

  • Strecke KBS 647: Dreieichbahn Dieburg–Ober-Roden (Umsteigemöglichkeiten auf die S1 in Richtung Offenbach–Frankfurt Innenstadt–Wiesbaden)–Dreieich-Buchschlag (Umsteigemöglichkeiten auf die S3 und S4 in Richtung Frankfurt City–Bad Soden/Kronberg). Montags bis Freitags werden im Berufsverkehr früh drei Züge von Dieburg nach Frankfurt Hauptbahnhof und abends drei Züge von Frankfurt Hauptbahnhof nach Dieburg durchgebunden.
  • Strecke KBS 651: Rhein-Main-Bahn Wiesbaden–Mainz–Darmstadt–Dieburg–Babenhausen–Aschaffenburg

Der Bahnhof wurde bis 2005 zu einem modernen Verkehrsknoten zwischen Bus und Bahn ausgebaut.

[Bearbeiten] Buslinien

  • K 67 Dieburg–Semd–Groß-Umstadt
  • 671 Darmstadt–Dieburg–Groß-Umstadt–Wiebelsbach-Heubach (Anschluss Bahn KBS 641 nach Erbach/Eberbach)
  • 672 Darmstadt–Roßdorf–Gundernhausen–Groß-Zimmern–Klein-Zimmern–Dieburg
  • 674 Darmstadt–Dieburg–Münster–Eppertshausen–Ober Roden
  • 677 (Nachtbus) Darmstadt–Dieburg–Babenhausen–Stockstadt–Aschaffenburg (nur im Spätverkehr)
  • 679 Reinheim–Groß-Zimmern–Dieburg–Münster–Eppertshausen–Ober-Roden

In Dieburg gibt es ein Ruftaxi.

[Bearbeiten] Radwegenetz

Ausgeschildertes Radwegnetz im Landkreis auf Karte L 6118

[Bearbeiten] Fußgängerzone

Die Zuckerstraße (Fußgängerzone) im Altstadtkern mit Läden und Gastronomie ist etwa 400 Meter lang.

[Bearbeiten] Parkplätze

Mehrere ausgeschilderte Parkplätze im Innenstadtbereich, teilweise kostenpflichtig. Park&Ride Parkplatz am Bahnhof sowie geplanter Park&Ride Parkplatz an der Auffahrt zu B 26 neu (Sauerkreuzung)

[Bearbeiten] Fernstraßen

  • B 26 westlich Richtung Darmstadt Anschluss zur A 5 (Basel- Karlsruhe-Frankfurt-Kassel) und A 67
  • B 26 östlich Richtung Aschaffenburg Anschluss zur A 3(Köln-Bonn-Frankfurt-Würzburg-Nürnberg-Passau)
  • B 45 nördlich Richtung Hanau Anschluss zu A 3 und A 45(Hanau)
  • B 45 nördlich Richtung Frankfurt/Offenbach über B 486 und A 661(Egelsbach-Frankfurt)
  • B 45 südlich Richtung Michelstadt/Erbach

Die vierspurigen Abschnitte der B 26 und der B 45 liegen heute auf den Trassen der ehemaligen Autobahnen A 680 und A 683.

[Bearbeiten] Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien, Schulen

Einige Jahrzehnte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Dieburg mit der Deutschen Bundespost eng verwoben, die am östlichen Rand eine Fachhochschule errichtet hatte, wo Ingenieure Nachrichtentechnik studieren konnten. Später kam noch der Fachbereich Post- und Fernmeldewesen der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung hinzu, an der angehende Beamte ausgebildet wurden. Nach der Aufteilung und späteren Privatisierung entfiel der Bedarf an Beamten und auch der Bedarf an Nachrichtentechnikern sank signifikant, so dass es sich anbot, eine Außenstelle der Hochschule Darmstadt dort anzusiedeln (heutiger Campus Dieburg).

Heute bestehen in Dieburg folgende Bildungseinrichtungen:

siehe hierzu: Bildungswesen in Dieburg


[Bearbeiten] Kirchen in Dieburg

Pieta in der Wallfahrtskirche
Fastnachtsbrunnen in Dieburg
Jüdischer Friedhof

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

  • Der Drache zu Dieburg 1603 war der Glöckner und Kupferschmied Lorenz Drach aus Dieburg. Er wurde am 18. April 1603 im kurmainzischen Aschaffenburg zusammen mit anderen Männern durch Vierteilung hingerichtet. Wegen der Verfolgung ihrer Frauen hatten die Männer eine Schmähschrift verfasst, in der die Hexenprozesse des Erzbischofs angeprangert wurden. Sie wurden beschuldigt, angeblich die Ermordung des Erzbischofs geplant zu haben. Als Beispiel für Tyrannei und Willkür der Obrigkeit ist er erwähnt in: Anton Praetorius, Gründlicher Bericht über Zauberey 1613 Vorrede, S. 20
  • Alfred Delp, machte sein Abitur an der Goetheschule in Dieburg.
  • Hans Steinmetz, Mitbegründer der CDU im hessischen Dieburg.
  • Christian Bieniek, deutscher Schriftsteller und Kinderbuchautor
  • Paulus Terwitte, leitete bis April 2009 das Kapuzinerkloster Dieburg
  • Flegel, Willy A., deutscher Professor für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie
  • Hannes Blank, Radprofi
  • Jörg Roßkopf, Tischtennisspieler
  • Peter Keller, Landtagsabgeordneter (CDU)

[Bearbeiten] Literatur

  • Horst Heinrich Gebhard: Hexenprozesse im Kurfürstentum Mainz des 17. Jahrhunderts. Aschaffenburg, 1989
  • Soldan-Heppe, Geschichte der Hexenprozesse, Reprint München, 1911, Bd. II, S. 45 ff
  • Herbert Pohl: "Hexenglaube und Hexenverfolgung im Kurfürstentum Mainz", Stuttgart 1988, S. 118 f.
  • Magistrat der Stadt Dieburg (Herausgeber): Dieburg eine Chronik, Dieburger Verlag 2007

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2008 (Hilfe dazu)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Dieburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Wissen im Web, 2010.
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