Drauzug
Der Drauzug ist ein Kalkalpenzug, der geologisch gesehen einen im Süden zurückgebliebenen Rest der Nördlichen Kalkalpen darstellt.
Es konkurrieren zwei unterschiedliche Nomenklaturen:
- Nach der Ostalpeneinteilung der Alpenvereine von 1984 ist der Überbegriff für den Gebirgsstock Gailtaler Alpen. Diese werden dann in Lienzer Dolomiten und Drauzug geteilt.
- Nach der örtlichen Gepflogenheit ist Drauzug der Überbegriff für den ganzen Kalkalpenstock zwischen Drau- und Gailtal. Er umfasst dann Lienzer Dolomiten und Gailtaler Alpen, nicht jedoch das Urgesteinsmassiv Goldeck, das auch zwischen diesen beiden Tälern liegt.
In den beiden Nomenklaturen sind also die Wörter Drauzug und Gailtaler Alpen gegeneinander vertauscht.
Die Lienzer Dolomiten haben ihren Namen von den westlich davon liegenden Dolomiten, gehören aber weder geographisch noch geologisch zu dieser Formation. Sie bestehen nicht aus Dolomit, aber ähneln den Dolomiten in ihren Gipfelformationen.
Der Drauzug liegt nördlich der Periadriatischen Naht und gehört somit geologisch nicht zu den Südalpen, sondern zu den Ostalpen. Er ist ein südlich der Zentralalpen verbliebener Rest der ostalpinen Kalkalpen, deren größter Teil im Zuge der Alpenfaltung über die Zentralalpen hinweg nach Norden geschoben wurde und dort heute als Nördliche Kalkalpen bekannt ist. Zu den Südlichen Kalkalpen wird die Gruppe nach primär geographischen Aspekten gezählt.
Die Lienzer Dolomiten mit Lienz
In einer Furche zwischen den Gailtaler Alpen und dem Goldeck liegt der Weißensee, welcher der höchstgelegene Badesee Österreichs ist.
Der Drauzug wird von Ost nach West in fünf Gruppen unterteilt:
[Bearbeiten] Weitere Gipfel (Auswahl)
[Bearbeiten] Benachbarte Gebirgsgruppen
[Bearbeiten] Bevölkerung und Wirtschaft
Innerhalb des Drauzuges befinden sich nur drei nennenswert bevölkerte Gegenden: Bleiberg zwischen Dobratsch- und Spitzegelgruppe, das durch Jahrhunderte von der Bleigewinnung lebte und heute vom Thermentourismus, sowie der Stockenboier Graben und die Gegend Gitschtal-Weissensee, die beide vom Tourismus (Sommer wie Winter) leben.
[Bearbeiten] Alpine Erschließung
Der Gailtaler Höhenweg durchzieht über etwa 100 km Luftlinie die ganze Gailtaler Alpenkette.
Schutzhütten[1]:
Übergänge (von Ost nach West):
- ↑ http://www.alpenverein.at/huettenHome/DE/huetteUebersicht.php?gebirgsgruppeId=15
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