Illnau-Effretikon
Illnau-Effretikon (bis 1974 offiziell Illnau genannt) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz.
Geografisch besteht sie aus der Stadt Effretikon, den Dörfern Illnau, Ottikon und Bisikon, ferner aus den Weilern Agasul, Bietenholz, Billikon, First, Horben, Kemleten, Luckhausen, Mesikon und Oberkempttal.
First ist mit 688 m ü. M. der höchste Punkt der Gemeinde.
| Bevölkerungsentwicklung
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| Jahr | 1634 | 1799 | 1900 | 1950 | 1960 | 1965 | 1970 | 1975 | 1980 | 1985 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 | 2009
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| Einwohner | 878 | 2'525 | 2'767 | 4'344 | 8'160 | 8'060 | 13'586 | 14'850 | 14'752 | 14'769 | 14'709 | 14'690 | 14'714 | 15'402 | 15'620
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Seit 1974 hat die Stadt Illnau-Effretikon ein 36 Köpfe zählendes Parlament (Grosser Gemeinderat, die Legislative), der Gemeinderatspräsident 2007/08 ist Peter Stiefel (FDP). Die 36 Sitze sind wie folgt auf die Parteien verteilt:
| Parteien im Grossen Gemeinderat
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| Partei
| 1998
| 2002
| 2006
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| SVP | 11 | 11 | 11
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| SP | 10 | 9 | 7
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| FDP | 5 | 6 | 5
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| GP | 3 | 4 | 4
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| CVP | 2 | 2 | 3
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| EVP | 2 | 2 | 3
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| Jungliberale Illnau-Effretikon JLIE | 2 | 1 | 3
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| EDU | 1 | 1 | 0
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Der Stadtrat, die städtische Exekutive, zählt 9 Mitglieder. Der Stadtpräsident ist Martin Graf (GP Stand 2009).
Die Gemeinde wird von der am 27. Dezember 1855 eröffneten Bahnstrecke Zürich–Winterthur mit dem Bahnhof Effretikon sowie von der am 3. Mai 1876 eröffneten Bahnstrecke Effretikon–Hinwil mit den Bahnhöfen Effretikon und Illnau mit der Eisenbahn erschlossen.
Beide Linien sind 1902 verstaatlicht worden, und werden immer noch durch die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betrieben. Die Bahnhöfe werden von verschiedenen Linien der S-Bahn Zürich bedient.
Die Gemeinde ist durch die Autobahn A1 mit dem Anschluss Effretikon erschlossen.
Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 745 für die Siedlungen Illenavvia (Illnau), Erpfratinchova (Effretikon) und Makisinchova (Mesikon).
Funde aus der Steinzeit, sowie Grabbeilagen aus der Bronze- und Eisenzeit bei Bisikon und Luckhausen deuten von einer frühen Besiedelung. Umfangreicher sind hier die Funde aus dem frühen Mittelalter, darunter ist auch die Grabhügelnekropole im "Studenbrunnenholz" unterhalb von Ottikon. Schenkungsurkunden aus dem 8. Jahrhundert an das Kloster St. Gallen, deuten darauf hin das Illnau-Effretikon schon weitgehend durch die Alemannen erschlossen war.
Im ehemaligen Weiler Moosburg, im Süden von Effretikon, befindet sich die Ruine der von Graf Hartmann IV. von Kyburg 1254 erbauten Moosburg. Sie war von 1426 bis 1432 Sitz des ersten Zürcher Vogts der Landvogtei Kyburg und wurde während des Alten Zürichkrieges im Mai 1444 von den Innerschweizer Truppen zerstört.
Mit dem Bau des Bahnhofs (1855) begann der Aufschwung Effretikons und führte 1973 zur Namensänderung in "Stadt Illnau-Effretikon".
In der zweiten Hälfte des 20. Jh. wurde der Bahnhof Effretikon durch Architekt Max Vogt neu gebaut.
Blasonierung
- In Silber ein blauer Schrägbalken, belegt mit drei schräglinks gestellten silbernen Lilien
[Bearbeiten] Schulen, Hochschulen
- Berufswahlschule Effretikon
- EBZ, Elektro-Bildungs-Zentrum
- Baumeister-Kurszentrum
- SWISSMECHANIC, mechanisch-technische Berufe
- Metall-Union Kanton Zürich
- VSCI, Ausbildungszentrum für Carrosserieberufe
- Schulhaus Illnau Hagen Primarschule
- Strickhof
- Logopädischer Dienst
- Psychomotorik-Therapiestelle
- Hands-On Kids English Center GmbH
- Easy Learning School
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sportzentrum Eselriet
Mit Freibad, 60 Meter lange Rutschbahn, Beachvolleyballanlage, Spiel-, Fussballwiese, Pingpongtisch, grosszügige Liegewiese, zwei Eislauffelder, Minigolf-Anlage, Tennisplätze und einer Boccia-Anlage
Der Planetenweg führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, vorbei an den verschiedenen Planeten, hinauf zum Museum Schloss Kyburg. Rückweg über den Waldlehrpfad der Staatsförsterei Kyburg zur gedeckten Holzbrücke und entlang der Töss zum Bahnhof Sennhof-Kyburg.
[Bearbeiten] Sonstige Sehenswürdigkeiten
- Alt-Effretikon
- Burgruine Moosburg
- Frühmittelalterliches Gräberfeld Studenbrunnen = Grabhügelnekropole
- Gedenkstein im Prestberg
- Hablützelhaus Horben
- Hotzehuus Illnau
- Kapelle Rikon (16./18. Jh.)
- Kemleten/Chämleten
- Kirche Illnau (8./12. Jh.)
- Schloss Kyburg (Gemeinde Kyburg)
- Alpenstrasse (Panorama), Illnau
- Büechli, Effretikon
- Büelbuck, Effretikon
- Chliächerli, Bietenholz
- Eichengrien, Effretikon
- First
- Gstück, Illnau
- Hackenberg, Effretikon
- Kyburgblick, Chämleten
- Ottikon
- Rebbuck, Effretikon
Berufswahlschule Effretikon
- Wilfried Meili: Vor Jahr und Tag in Illnau-Effretikon und Lindau. Wetzikon, 1989, ISBN 3-85981-149-5
- ↑ Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden
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