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Jörg Roßkopf




Jörg Roßkopf auf der ITTF Pro Tour 2004

Jörg Roßkopf (* 22. Mai 1969 in Dieburg), aufgewachsen in Münster (bei Dieburg), gilt als einer der besten deutschen Tischtennisspieler. Er ist Linkshänder, Shakehandspieler und hat ein aggressives Spiel mit Schwerpunkten auf dem Vorhandtopspin und dem diagonalen Rückhandkonter („Peitsche“).

Roßkopf spielt momentan (2009/2010) für die TG Hanau in der DTTL.

In der Weltrangliste belegt er zurzeit Platz 62 (Stand: August 2009), in der deutschen Rangliste wird er auf Platz acht geführt (Stand: Januar 2009)[1]. Seine höchste Weltranglistenposition war die Position 4 im August 1992 und im November 1995[2]. In der Deutschen Rangliste belegte er über viele Jahre Platz eins.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karriere als Spieler

Jörg Roßkopf bei einem Bundesligaspiel

Roßkopf verließ die Gesamtschule Münster mit dem Realschulabschluss, um sich ganz dem Tischtennissport zu widmen. Er lebte damals vorwiegend in Duisburg im Deutschen Tischtenniszentrum DTTZ.

Sein erster bahnbrechender Überraschungserfolg ereignete sich 1989 bei der Tischtennis-WM in Dortmund, Deutschland. Am 8. April 1989 gewann er im Doppel-Finale gegen die polnisch-jugoslawische Kombination Leszek Kucharski / Zoran Kalinic an der Seite von Steffen Fetzner mit 2:1-Sätzen (-18, 17, 19) die Goldmedaille.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona errang er im Doppel mit Steffen Fetzner die Silbermedaille. Es war die erste Medaille, die Deutschland beim olympischen Tischtenniswettbewerb gewann. Bei den Spielen vier Jahre später in Atlanta wurde er Dritter im Herren-Einzel. 1992 wurde er in Stuttgart Europameister im Einzelwettbewerb. In der ETTU-Rangliste vom Mai 1992 belegte er – als bis dahin zweiter Deutscher (nach Eberhard Schöler) – Platz 1[3].

In den 1990er Jahren wechselte Roßkopf den Doppelpartner. Mit Wladimir Samsonow bildete er ein erfolgreiches Doppel, das u.a. die Europameisterschaft 1998 gewann. Nach dieser EM trennte sich dieses Doppel, weil bei Olympischen Spielen nur Doppel mit Spielern aus einer Nation zugelassen waren.

Während des gesamten Jahres 2002 laborierte Rosskopf an einer Verletzung. Dennoch gelang ihm bei der Europameisterschaft ein Comeback, als er im Einzel das Halbfinale erreichte und mit der Mannschaft Silber holte.

Im Jahre 2004 konnte er sich mit der deutschen Herrennationalmannschaft einen großen Traum erfüllen und im Emirat Katar die Silbermedaille der Mannschaftskonkurrenz sichern. Obwohl er nicht im Finale aufgeboten wurde, trug er dennoch mit Siegen über den Weltranglistenvierten und andere starke Gegner deutlich zum Erfolg bei. Er nahm an fünf Olympischen Spielen (1988-2004) teil[4]. Seit August 2008 ist er Assistenztrainer des DTTB.

Bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Bielefeld trat er zusammen mit seinem Doppelpartner Steffen Fetzner an, die beiden scheiterten im Viertelfinale.

[Bearbeiten] Turnierteilnahmen[5]

[Bearbeiten] Titel und Erfolge[5]

  • Von 1988 bis 1993 und 1996 bis 1997 insgesamt achtmal Deutscher Meister im Einzel
  • Europameister 1992 (Einzel) 3:1-Sieg im Endspiel gegen Jean-Michel Saive, nachdem er sich gegen Ioannis Kordoutis (Griechenland), Zsolt Harczi (Ungarn), Petr Korbel (CSSR), Chen Xinhua (China) und Zoran Primorac (Kroatien) durchgesetzt hatte.[6]
  • Europameister 1998 (Doppel mit Wladimir Samsonow)
  • Europameister 2007 (Mannschaft). Er kam als Ersatzmann allerdings nur in einer der vier Runden zum Einsatz.
  • 2. Platz Europameisterschaft 1990 (Mannschaft)
  • 2. Platz Europameisterschaft 2000 (Mannschaft)
  • 2. Platz Europameisterschaft 2003 (Mannschaft)
  • Weltmeister 1989 (Doppel)
  • 2. Platz Europe TOP-12 1992
  • Elfmal Sieger im Bundesranglistenturnier
  • Silbermedaille Olympische Spiele 1992 (Doppel)
  • Bronzemedaille Olympische Spiele 1996 (Einzel)
  • Gewinner Weltcup 1998
  • Jugend-Europameister im Doppel (mit Steffen Fetzner) 1986
  • Deutscher Schülermeister 1983 [7]

[Bearbeiten] Vereine

[Bearbeiten] Privates

Jörg Roßkopf ist seit Juni 1994 mit Sabine Czermak verheiratet[8] und hat drei Kinder. Sein Bruder Thomas (* 2. Dezember 1966) spielte ebenfalls erfolgreich in der 1. Bundesliga, derzeit (2006) bei TTC Rot-Gold Porz in der Regionalliga.

[Bearbeiten] Literatur

  • Michael Reinsch: Jörgs Ziel: Tischtennis-Profi, Zeitschrift DTS, 1985/1 gelber Regionalteil S.3 (erschienen in der FAZ)
  • Gerlinde Glatzer-Bittner: Auf einen wie ihn hat man seit den Zeiten Eberhard Schölers gewartet: Jörg Roßkopf, Zeitschrift DTS, 1988/8, S.43-44
  • Dietmar Fuchs: Die Rossi- und Speedy-Story, siebenteilige Serie, Zeitschrift DTS, 1990/3 S.36-37, 1990/4 S.44-45, 1990/5 S.48-49, 1990/6 S.34-35, 1990/9 S.42-43
  • Manfred Schillings: Was die Menschen um Jörg Roßkopf sagen - Man muß ihn mögen, Zeitschrift DTS, 1992/6, S.26-29

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Deutsche Rangliste bei www.joola.de
  2. Profil von Jörg Roßkopf auf ittf.com (engl.)
  3. Zeitschrift DTS, 1992/6 S.35 + 1992/7 S.38
  4. Statistik der ITTF (engl.)
  5. a b Turnierübersicht der ITTF
  6. Zeitschrift DTS, 1992/5 S.9
  7. Zeitschrift DTS, 1984/4 S.29
  8. Zeitschrift DTS, 1994/5 S.38

[Bearbeiten] Weblinks


Wissen im Web, 2010.
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