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Neon




Dieser Artikel behandelt das chemische Element Neon; für weitere Bedeutungen siehe Neon (Begriffsklärung)
Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Neon, Ne, 10
Serie Edelgase
Gruppe, Periode, Block 18, 2, p
Aussehen Farbloses Gas
CAS-Nummer 7440-01-9
Massenanteil an der Erdhülle 0,005 ppm[1]
Atomar [2]
Atommasse 20,1797 u
Kovalenter Radius 58 pm
Van-der-Waals-Radius 154 pm
Elektronenkonfiguration [He] 2s2 2p6
Elektronen pro Energieniveau 2, 8
1. Ionisierungsenergie 2080,7 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 3952,3 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie 6122 kJ/mol
4. Ionisierungsenergie 9371 kJ/mol
Physikalisch [2]
Aggregatzustand gasförmig
Kristallstruktur kubisch flächenzentriert
Dichte 0,900 kg · m−3[3] bei 273 K
Schmelzpunkt 24,56 K (-248,59 °C)
Siedepunkt 27,07 K (-246,08 °C)
Molares Volumen 22,42 · 10-3 m3/mol
Verdampfungswärme 1,735 kJ/mol
Schmelzwärme 0,34 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit 936 m/s
Wärmeleitfähigkeit 0,0491 W/(m · K)
Chemisch [2]
Oxidationszustände 0
Oxide (Basizität) keine (keine)
Elektronegativität 4,5 (Durchschnitt [4][5], nicht bestimmt) (Pauling-Skala)
Isotope

Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP

18Ne {syn.} 1,67 s ε 4,446 18F
19Ne {syn.} 17,34 ms ε 3,238 19F
20Ne 90,48 % Stabil
21Ne 0,27 % Stabil
22Ne 9,25 % Stabil
23Ne {syn.} 34,24 s β- 4,376 23Na
24Ne {syn.} 3,38 min β- 2,470 24Na
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
NMR-Eigenschaften
  Spin γ in
rad·T−1·s−1
E fL bei
B = 4,7 T
in MHz
21Ne 3/2 -2,112 · 107 0,0025 15,8
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze
S: keine S-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Neon (von altgriech. νέος neos „neu“) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ne und der Ordnungszahl 10. Es steht in der Gruppe der Edelgase, das heißt es besitzt eine stabile Achterschale, weshalb es sehr reaktionsträge ist. Das farb-, geschmack- und geruchlose Edelgas ist Bestandteil der Luft (Vorhanden zu etwa 0,0018 Volumen-%).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Neon (griechisch νέος neos „neu“) wurde 1898 in London von Sir William Ramsay und seinem Mitarbeiter Morris William Travers bei der fraktionierten Destillation von Argon entdeckt.

[Bearbeiten] Vorkommen

Das seltene Element Neon kommt atomar in der Luft vor und steht in der Häufigkeit der chemischen Elemente an 77. Stelle, zwischen Platin und Helium. Die technische Gewinnung erfolgt durch fraktionierte Destillation von verflüssigter Luft. Auch wenn es auf der Erde eines der seltensten natürlichen Elemente ist, so kommt es im Weltall (nach Wasserstoff und Helium) am dritthäufigsten vor.[1]

[Bearbeiten] Eigenschaften

Neon ist das zweitleichteste Edelgas. Wie alle Edelgase liegt es in atomarer Form vor und hat eine abgeschlossene Achterschale. Es sind keine natürlichen chemischen Verbindungen mit Neon bekannt. Im Labor konnten jedoch schon Verbindungen mit Fluor dargestellt werden.[6] In Gasentladungsröhren leuchtet es je nach innerem Gasdruck rot-orange, blauviolett und rotviolett.[7] Unter den Edelgasen hat es die größte Entladespannung und den größten Entladestrom. Die molare Masse liegt mit etwa 20 g·mol−1 deutlich unter der von molekularem Stickstoff bzw. Sauerstoff, wodurch Neon eine geringere Dichte als Luft besitzt und aufsteigt. Kritische Daten: Temperatur −246,03 °C, Druck 26,54 bar, Dichte 0,484 g·cm−3.[8]

Sichtbarer Bereich des Neon-Spektrums

[Bearbeiten] Anwendungen

Das rote Licht der Neonröhren kann als Reklameleuchte verwendet werden. Leuchtstofflampen (also die, die in einem kalten Weiß leuchten) werden fälschlich häufig als „Neonröhren“ bezeichnet. Es sind aber mit Quecksilberdampf gefüllte Röhren, deren Glaskolben innen mit entsprechenden Luminophoren (Leuchtstoffe) beschichtet sind, die das ultraviolette Licht des Quecksilbers in sichtbares Licht verwandeln.

Weitere Anwendungen:

  • Signal- und Kontrollleuchten, Glimmlampen
  • Stroboskoplampen
  • Niederdruck-Natriumdampflampen
  • Digital-Leuchtanzeigen
  • Überspannungsschutz-, Blitzschutzeinrichtungen
  • Thyratrons
  • Bildschirmröhren
  • Helium-Neon-Laser
  • flüssiges Neon als Kältemittel in Kühlanlagen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.
  2. Die Werte für die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Neon) entnommen.
  3. a b Eintrag zu Neon in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 27. April 2008 (JavaScript erforderlich).
  4. L. C. Allen, J. E. Huheey: The definition of electronegativity and the chemistry of the noble gases. In: Journal of Inorganic and Nuclear Chemistry. 42, 1980, S. 1523–1524 (doi:10.1016/0022-1902(80)80132-1).
  5. T. L. Meek: Electronegativities of the Noble Gases. In: Journal of chemical education. 72, Nr. 1, 1995, S. 17–18.
  6. http://www.lenntech.com/deutsch/Data-PSE/Ne.htm Eintrag bei www.lenntech.com]; abgerufen am 7. September 2008, 18:00:43 CEST.
  7. angeregte leuchtende Neonröhre.
  8. Römpps Chemielexikon, 8. Auflage, 1988.

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Neon – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Commons Commons: Neon – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

pnb:نیون


Wissen im Web, 2010.
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