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Olympische Sommerspiele




Bisherige Austragungsorte Olympischer Sommerspiele

Die Zeittafel der Olympischen Spiele der Neuzeit führt alle Olympischen Sommerspiele auf.

Die Olympischen Sommerspiele heißen offiziell „Spiele der (z. B.) XVIII. Olympiade“. Eine Olympiade ist der Zeitraum von vier Jahren vom Beginn der Spiele bis zum Beginn der nächsten Spiele. Dabei werden nach offizieller Zählung auch die kriegsbedingt ausgefallenen Spiele nummeriert.

Dies gilt nicht für die Olympischen Winterspiele, dort werden die ausgefallenen Spiele nicht mitgezählt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zeittafel Olympische Spiele der Neuzeit

Siehe auch: Bewerbungen für Olympische Sommerspiele und Wahlgänge der Bewerbungen für Olympische Spiele
Olympiade Jahr Austragungsort Gastgeber Nationen Teilnehmer Wettbewerbe
Sportarten
Bemerkung
I. 1896 Athen Griechenland 14 245 43 9 Erste Olympische Spiele der Neuzeit. Wettbewerbe im Fechten, Gewichtheben, Leichtathletik, Radsport, Ringen, Schießen, Schwimmen, Tennis und Turnen. Die Ruderwettbewerbe fielen wetterbedingt aus.
II. 1900 Paris Frankreich Frankreich 24 ca. 1.600 185 23 Erstmals mit Frauen in 2 Sportarten (Golf, damals olympisch, und Tennis). Viele für heute exotische Wettbewerbe in den Sportarten wie Ballonfahren, Cricket, Jeu de Paume oder Pelota.
III. 1904 St. Louis Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 12 689 91 17 Letztmals mit gemischten Nationalmannschaften, z. B. im Fechten.
1906 Athen Griechenland 19 903 74 13 Jubiläumsspiele (10 Jahre), werden vom IOC nicht als Olympische Spiele anerkannt, gelten als inoffizielle Zwischenspiele.
IV. 1908 London Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 22 2.035 109 21 Mit den Wettbewerben im Eiskunstlauf 22 Sportarten.
V. 1912 Stockholm Schweden Schweden 28 2.547 102 14 Rückkehr zu den Kernsportarten. Im Vergleich zu den ersten Spielen von 1896 wurden Bewerbe im Fußball, Modernen Fünfkampf, Reiten, Segeln und Tauziehen zusätzlich durchgeführt. Gewichtheben fehlt.
VI. 1916 Berlin Deutsches Reich Ausgefallen wegen des Ersten Weltkrieges.
VII. 1920 Antwerpen Belgien Belgien 29 2.669 154 20 Bogenschießen ist nach 1900 wieder im Programm. Auch Polo, Hockey, Boxen und Rugby sind neu oder werden wieder aufgenommen. Zusätzliche Bewerbe in den Wintersportarten Eishockey und Eiskunstlauf. Deutschland darf nicht teilnehmen.
VIII. 1924 Paris Frankreich Frankreich 44 3.092 126 17 Bogenschießen, Tennis und Tauziehen werden aus dem Programm genommen. Deutschland darf nicht teilnehmen.
IX. 1928 Amsterdam Niederlande Niederlande 46 2.883 109 14 Polo, Rugby und Schießen werden aus dem Programm genommen.
X. 1932 Los Angeles Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 37 1.331 116 14 Keine Durchführung eines Fußballturniers. Wiederaufnahme von Wettbewerben im Schießen.
XI. 1936 Berlin Deutsches Reich 49 4.066 129 19 Gegenüber 1932 Aufnahme von Polo, Feldhandball, Basketball, Kanu und Fußball. Neben der sportlichen Bedeutung zeichneten sich die Spiele 1936 besonders dadurch aus, dass die regierenden Nationalsozialisten sie erfolgreich als Propagandaforum missbrauchten, um das NS-Regime im Ausland positiv darzustellen.
XII. 1940 Helsinki / Tokio Finnland Finnland / Japan Japan Ausgefallen wegen des Zweiten Weltkrieges – Japan musste wegen des Japanisch-Chinesischen Krieges die Spiele an das IOC zurückgeben.
XIII. 1944 London Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Ausgefallen wegen des Zweiten Weltkrieges.
XIV. 1948 London Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 59 4.106 136 17 Handball und Polo werden nicht mehr durchgeführt. Deutschland darf nicht teilnehmen.
XV. 1952 Helsinki Finnland Finnland 69 4.955 149 17 Mit 69 die bis dahin höchste Anzahl teilnehmender Nationen.
XVI. 1956 Stockholm Schweden Schweden 29 158 6 1 Die olympischen Reiterspiele werden wegen zu strenger Quarantänebestimmungen Australiens nach Schweden ausgelagert.
1956 Melbourne Australien Australien 72 3.314 147 16 Drei Staaten (Spanien, Niederlande, Schweiz) boykottieren die Spiele wegen des Einmarsches der Staaten des Warschauer Pakts in Ungarn. Drei Staaten (Ägypten, Libanon, Irak) boykottieren die Spiele wegen der Suezkrise. Die Volksrepublik China nimmt nicht teil, weil die Republik China (Taiwan) zugelassen wird.
XVII. 1960 Rom Italien Italien 83 5.338 150 17 Erstmals seit 1928 sinkt die Zahl der Wettbewerbe.
XVIII. 1964 Tokio Japan Japan 93 5.151 163 19 Judo und Volleyball werden erstmals olympisch.
XIX. 1968 Mexiko-Stadt Mexiko Mexiko 112 5.516 172 18 Bei der Niederschlagung von gegen die Spiele gerichteten Studentenunruhen starben zehn Tage vor der Eröffnung etwa 500 Studenten (Massaker von Tlatelolco).
Bei den Spielen überschreitet die Zahl der Teilnehmerstaaten erstmals die 100er-Grenze. Keine Wettbewerbe im Judo.
XX. 1972 München Deutschland Deutschland 121 7.132 195 21 Am 5. September werden die Spiele wegen eines Terroranschlages auf das israelische Team unterbrochen. Wiederaufnahme von Judo nach 1964, Bogenschießen und Handball. Mit 121 die bis dahin höchste Anzahl teilnehmender Nationen.
XXI. 1976 Montreal Kanada Kanada 92 6.084 198 21 22 afrikanische Staaten boykottieren die Spiele, da Neuseeland nicht von den Spielen ausgeschlossen wird. Neuseeländische Rugbyspieler waren bei einem Turnier in Südafrika gestartet, das wegen der Apartheid-Politik ausgeschlossen war.
XXII. 1980 Moskau UdSSR UdSSR 80 5.217 203 21 42 Staaten boykottieren die Spiele und 23 Staaten beantworten nicht einmal die Einladung, wegen des Einmarsches sowjetischer Truppen in Afghanistan.
XXIII. 1984 Los Angeles Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 140 6.797 221 21 Die Sowjetunion boykottiert die Spiele, da die Sicherheit ihrer Sportler in Los Angeles nicht gewährleistet sei – 14 Staaten schließen sich dem Boykott an und veranstalten als Gegenspiele die Wettkämpfe der Freundschaft. Mit 140 die bis dahin höchste Anzahl teilnehmender Nationen.
XXIV. 1988 Seoul Südkorea Südkorea 159 8.391 237 23 Vier Staaten (Kuba, Äthiopien, Nicaragua, Nordkorea) boykottieren die Spiele, da Nordkorea nicht an der Ausrichtung der Spiele in „angemessenem“ Maße beteiligt sei. Tennis und Tischtennis werden aufgenommen.
XXV. 1992 Barcelona Spanien Spanien 169 9.956 257 25 Der neue Teilnehmerrekord spiegelt die politischen Veränderungen der Welt wider. Erste Teilnahme einer gesamtdeutschen Mannschaft nach der deutschen Wiedervereinigung. Aufnahme von Badminton und Baseball.
XXVI. 1996 Atlanta Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 197 10.320 271 26 Die 100-Jahr-Feier der Olympischen Spiele findet zur Verwunderung vieler nicht in Athen sondern in Atlanta statt. Es wird vermutet, dass mit dieser Entscheidung der IOC-Hauptsponsor Coca-Cola (Hauptsitz in Atlanta) „beglückt“ werden sollte. Aufnahme der Sportart Softball.
XXVII. 2000 Sydney Australien Australien 199 10.651 300 28 Die Millennium-Spiele von Sydney werden nach der Schlussfeier vom damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch, unter lautem Jubel, zu den „Best Games Ever“ – den bisher besten Spielen der Neuzeit – erklärt. Aufnahme von Taekwondo, Triathlon und Trampolinturnen. Mit 199 die bis dahin höchste Anzahl teilnehmender Nationen.
XXVIII. 2004 Athen Griechenland Griechenland 202 11.099 301 28 In Athen überschreitet die Zahl der Teilnehmerstaaten erstmals die 200er-Grenze.
XXIX. 2008 Peking China China 204 11.129 302 28 Kontroverse Diskussionen vor und während der Spiele mit Bezug zur Menschenrechtssituation in China. Die Olympischen Spiele verursachten Zwangsumsiedelungen. Protestierende Betroffene wurden verhaftet. Einführung einer weiteren olympischen Sportart - BMX. Mit 204 teilnehmenden Nationen die bisherige Höchstzahl. Architektonische Besonderheiten bei den Stadien, allen voran beim „Vogelnest“.
XXX. 2012 London Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 26 Erstmals seit 1968 verringert sich durch den Ausschluss von Softball und Baseball die Anzahl der durchgeführten Sportarten.
XXXI. 2016 Rio de Janeiro Brasilien Brasilien 28 Wiederaufnahme von Golf (letztmals 1904) und erstmalige Austragung von Wettbewerben im 7er-Rugby
Olympiade Jahr Austragungsort Gastgeber Nationen Teilnehmer Wettbewerbe
Sportarten
Bemerkung

[Bearbeiten] Ewiger Medaillenspiegel

Siehe auch: Ewiger Medaillenspiegel der Olympischen Sommerspiele

Bei sämtlichen Wettkämpfen an Olympischen Sommerspielen wird eine Rangliste erstellt. Der ewige Medaillenspiegel ist eine Auflistung von allen Medaillen, geordnet nach Teilnehmerländern, die in der Geschichte der Spiele vergeben worden sind. Die Athleten (oder Mannschaften), die sich an erster, zweiter oder dritter Stelle klassieren, erhalten Medaillen als Auszeichnung. Der Gewinner erhält eine Medaille, die als „Goldmedaille“ bezeichnet wird (eigentlich sind es Silbermedaillen mit einem goldenen Überzug). Der Zweite erhält eine Medaille aus Silber, der Dritte eine Medaille aus Bronze.

[Bearbeiten] Bei Sommerspielen derzeit ausgetragene Sportarten

Siehe auch: Olympische Sportarten

[Bearbeiten] Siehe auch

Wiktionary Wiktionary: Olympische Sommerspiele – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

[Bearbeiten] Weblinks


Wissen im Web, 2010.
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