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Physiker




Dieser Artikel befasst sich mit dem Wort Physiker als Berufsbezeichnung; zum Schauspiel von Friedrich Dürrenmatt siehe Die Physiker.

Physiker ist eine Berufsbezeichnung für Wissenschaftler, die in der Physik tätig sind.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Berufsfeld

Physiker sind in vielfältigen Berufsfeldern tätig: sie lösen Aufgaben in der Grundlagen- und Industrieforschung, Entwicklung, Produktion, Beratung, Organisation und Verwaltung, im Marketing, im Öffentlichen Dienst und in der Lehre an Schulen und Hochschulen. Dabei wenden sie Methoden der theoretischen, experimentellen und angewandten Physik an.

In der Regel sind sie auf ein Spezialgebiet orientiert, wie zum Beispiel Kernphysik und Elementarteilchenphysik, Atom-, Hochenergiephysik und Molekularphysik, Clusterphysik, Festkörperphysik, Hydrodynamik, Aerodynamik, Thermodynamik, Optik, Akustik, Elektrodynamik, Plasmaphysik und Tieftemperaturphysik, Astrophysik, Extraterrestrische Physik, Biophysik, Atmosphärenphysik, Ozeanographie.

Diplom-Physiker arbeiten in der Forschung und Lehre an Hochschulen. Sie sind in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen fast aller Branchen tätig, zum Beispiel im Maschinen- oder Fahrzeugbau, der Rundfunk-, und Nachrichtentechnik, der Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, der Energieerzeugung und -verteilung oder der Chemischen Industrie.

2008 sank trotz Beginn der Finanzkrise die Arbeitslosenquote laut der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG)[1] leicht und liegt weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Es wird eine Arbeitslosenquote von 2% unter Physikern angegeben. Die DPG schätzt weiterhin[2], dass noch immer 5000 Stellen offen sind.

Die Bundesagentur für Arbeit hingegen gibt für 2005 eine Arbeitslosenquote bezogen auf die sozialversicherungspflichten Beschäftigten für Physiker und Mathematiker von 12,6 % an[3].

[Bearbeiten] Charakteristika

Physiker arbeiten nicht selten in Berufsfeldern, die dem eigentlichen Physikstudium fremd sind (vgl. z.B. diese Liste bekannter Physiker aus anderen Berufsfeldern). Viele Physiker werden nach ihrer Ausbildung Manager oder Leiter wirtschaftlicher Gesellschaften wie Banken oder Versicherungen. Viele Physiker, vor allem aus der Geophysik und der Meteorologie, sind in der Informatik mit der Programmierung von Modellen komplexer Systeme beschäftigt.

Physiker erlernen in ihrem Studium den Prozess der mathematischen Modellierung und seiner Überprüfbarkeit. Obwohl diese Fähigkeit im Studium primär auf physikalische Fragestellungen angewandt wird, finden sich Anwendungsgebiete auch in anderen Bereichen der Technik, Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften. Der Unterschied zu einem Mathematiker bildet das Lösen realitätsbezogener Probleme von Anfang an. Diese doch recht praxisnahe mathematische Ausbildung ist in der Wirtschaft gern gesehen.

[Bearbeiten] Ausbildung

Der Beruf des Diplom-Physikers setzt ein Studium an einer Universität voraus, dessen Abschluss als erster berufsqualifizierender Abschluss dient. Im Moment werden an vielen deutschen und Schweizer Universitäten die Diplom-Studiengänge durch die neuen internationalen Bachelor/Master-Studiengänge ersetzt.

Physik kann man auch im Rahmen von Ingenieurstudiengängen an Hochschulen oder Fachhochschulen und im Rahmen von Lehramtsstudiengängen und Magisterstudiengängen studieren. Dabei kann Physik mit Abschlussziel Magister an fast allen Hochschulen jedoch nur als Nebenfach gewählt werden.

Die Regelstudienzeit beträgt 10 Semester, jedoch ist die tatsächliche Studiendauer mit durchschnittlich 12,9 Fachsemestern höher. Die Regelstudienzeit eines Bachelorstudiengangs liegt in der Regel bei mindenstens 6 Semester, ein Masterstudiengang dauert mindestens 4 Semester.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Die großen Physiker, 2 Bde.: Von Aristoteles bis Kelvin; Von Maxwell bis Gell-Mann. Hrsg. v. Karl von Meyenn. 1997, ISBN 3-406-41151-7

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.dpg-physik.de/gliederung/ak/aiw/pdf/Arbeitsmarkt_2008.pdf
  2. http://www.dpg-physik.de/info/physik_konkret/pix/Physik_Konkret_01.pdf
  3. http://www.pallas.iab.de/bisds/Data/seite_612_BO_a.htm

[Bearbeiten] Weblinks


Wissen im Web, 2010.
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