Präfektur Aichi
Die Präfektur Aichi (jap. 愛知県, Aichi-ken) ist eine der Präfekturen Japans. Sie liegt in der Region Chūbu auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist Nagoya.
Die Präfektur Aichi befindet sich nahe dem Zentrum der japanischen Inselkette. Im Süden befinden sich die Ise- und Mikawa-Bucht. Im Osten grenzt Aichi an die Präfektur Shizuoka, im Nordosten an die Präfektur Nagano, im Norden an die Präfektur Gifu und im Westen an die Präfektur Mie. Von Osten nach Westen misst die Präfektur 106 km, von Norden nach Süden 94 km. Insgesamt besitzt Aichi eine Fläche von 5.153,81 km² was etwa 1,36% der Gesamtfläche Japans entspricht. Der höchste Punkt ist Chasuyama mit einer Höhe von 1415 m über dem Meeresspiegel.
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Landsat-Aufnahme der Mikawa-Bay
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siehe auch: Geschichte Japans
Das Gebiet der heutigen Präfektur Aichi teilten sich im japanischen Mittelalter die Provinzen Owari und Mikawa. Durch die günstige Lage am Verkehrsweg zwischen den östlichen Provinzen und der Hauptstadt Nara bzw. Kyōto begünstigt, profitiert die Region vom Handel und sie werden sehr früh zu einer der dominierenden Provinzen auf Honshū.
Die Kriegs- und Staatsherren Oda Nobunaga (1534-83) und Toyotomi Hideyoshi (1535-98), die Japan maßgeblich geprägt haben, stammten aus Owari und Mikawa und regierten über die Region. Tokugawa Ieyasu erlangt im Jahr 1600 nach der Schlacht von Sekigahara die Macht. Ieyasu gründet 1602 das Tokugawa-Shōgunat, dass bis zu Restauration bestand hat.
Nach der Meiji-Restauration wurde das Han-System aufgehoben und Präfekturen gegründet. Die Provinzen Owari und Mikawa wurden zur Präfektur Aichi zusammengefasst. [1]
Heute sind die ehemaligen Provinznamen noch in zahlreichen Orts- und Bahnhofsnamen sowie auf den Nummernschildern zu sehen. [2]
Vom 25. März bis zum 25. September 2005 fand in der Präfektur unter dem Motto "Weisheit der Natur" die Expo 2005 statt. Ausstellungsgebiet waren die Städte Seto und Nagakute.
Aichi ist die wichtigste japanische Industrieregion. Die Präfektur ist für die Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie und dem Werkzeugmaschinenbau bekannt. International tätige Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Aichi:
Bayer, Daimler Chrysler, Fuji Heavy Industries, Mitsubishi, Pfizer, Sony, Suzuki, und Volkswagen sind mit Niederlassungen in Aichi vertreten.
Größte Bahngesellschaften in Aichi ist die JR Central als Teil der Japan Railways-Gruppe sowie die Privatbahn Meitetsu.
Aichi ist über den Tokaido-Shinkansen an das japanische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Shinkansen-Bahnhöfe gibt es in Nagoya, Toyohashi und Mikawa-Anjo.
Das Autobahnnetz ist dicht ausgebaut, aufgrund der hohen Verkehrsdichte jedoch auch stark belastet. Aichi hat nach Hokkaido die meisten Verkehrsunfälle in Japan.
Wichtigste Autobahnen: Tomei-Expresseway (Tokyo-Nagoya), Meishin-Expressway (Nagoya-Kobe), Chuo-Expressway (Nagoya-Nagano-Tokyo). 2005 eröffnet: Isewangan-Expressway (Toyota-Yokkaichi) und Tokai-Kanjo-Expressway (Toyota-Gifu). Im Bau: New-Tomei-Expressway (Tokyo-Toyota)
Am 17. Februar 2005 wurde der neue Central Japan International Airport (Chubu-Kokusai-Kuko) eröffnet. Der ehemalige Großflughafen in Nagoya (Komaki-Airport) wird heute nur noch für Regionalflüge genutzt.
In der Präfektur liegen zahlreiche Universitäten. Die größte und angesehenste Universität ist die staatliche Universität Nagoya, an der u.a. Ryoji Noyori lehrt.
Bekannte touristische Ziele sind die Toyota-Werke, der Affenpark in Inuyama sowie die Schlösser in Nagoya und Inuyama. Aufgrund der Lage Aichis an der östlichen Küste gibt es zahlreiche geschützte Waldlandschaften, im Süden liegen kleinere Badestrände.
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Präfektur zählen:
- Atsutajingu-Schrein: ein alter Shinto-Schein mit 1.000-jährigen Bäumen und einem der drei göttlichen Symbole des japanischen Kaiserhauses
- Kap Irago: westlichster Punkt der Atsumi-Halbinsel
- Burg Inuyama: 1537 errichtet, in Inuyama
- Meiji-Dorf: einer der ersten Themenparks in Japan mit 63 Gebäuden aus der Meiji-Zeit, in Inuyama
- Horaiji-Berg: 684 Meter hoher ruhender Vulkan, in Horai
- Ninomaru-Garten am Schloss von Nagoyajo: angelegt im Jahr 1625, in Nagoya
- Tenryu Okumikawa Quasi-Nationalpark: erstreckt sich über die Präfekturen Aichi, Shizuoka und Nagano mit dem 1.415 Meter hohen Chausu-at-Berg, dem höchsten Berg in Aichi
- Tokugawa-Kunstmuseum: Ausstellungen von historischen und zeitgenössischen Gebrauchsgegenständen und Werkzeugen
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Sicht von der Inuyama-Burg über den Fluss Kiso
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Das Symbol der Präfektur Aichi ist ein stilisiertes Hiraganazeichen あ (a), い (i) und ち (chi). Es wurde in den 1950er Jahren eingeführt.
[Bearbeiten] Auslandsvertretungen und Partnerschaften
1972 wurde eine Repräsentanz der Präfektur Aichi in Hamburg, die Japanese External Trade Organization (JETRO), eröffnet. Nach dem Umzug 1997 nach Berlin, wurde sie im Jahr 2003 aufgelöst und mit dem Pariser Büro zusammengelegt.
Die Präfektur Aichi hat Partnerschaften mit:
[Bearbeiten] Verwaltungsgliederung
- Sitz der Präfekturverwaltung: Nagoya
Liste der Landkreise der Präfektur Aichi, sowie deren Städte (町, chō) und Dörfern (村, mura).
- ↑ Kinder/Hilgemann:dtv-Atlas zur Weltgeschichte, München 1986
- ↑ http://www.i-bac.jp/de/aichi/index.html
35.0830555556136.983055556
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