Ralf Wosik
Ralf Wosik (* 17. April 1958 in Hamm-Bockum-Hövel) ist ein deutscher Tischtennisspieler. Mit Borussia Düsseldorf und auch im Einzel sowie Doppel errang er viele Erfolge. Für den Deutschen Tischtennisbund bestritt er 102 Länderspiele.
Ralf Wosik verließ 1975 nach der Mittleren Reife die Schule, um sich – unterstützt vom DTTB – zusammen mit Hajo Nolten in einem Tischtenniszentrum auf eine Profikarriere vorzubereiten. Dies war in Deutschland der erste Versuch, junge, talentierte Nachwuchsspieler professionell zu fördern und wurde initiiert vom ehemaligen Düsseldorfer Spieler und späteren Präsidenten des Deutschen Tischtennisbundes Hans Wilhelm Gäb.
1975 wurde Wosik in Zagreb zusammen mit Hans-Joachim Nolten Jugend-Vizeeuropameister im Doppel.[1] Im Februar 1976 wurde er erstmals für ein Länderspiel aufgeboten: In Hamburg verlor er gegen China beide Einzel.[2] Seine größten Erfolge sind neun Mannschaftsmeisterschaften mit seinem Verein PSV-Borussia (später Borussia Düsseldorf).
Im Herren-Einzel erreichte er vier mal das Finale, drei mal das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft – konnte sich aber gegen Georg Böhm nie durchsetzen.
Er nahm von 1979 bis 1989 an sechs Weltmeisterschaften sowie seit 1978 an sieben Europameisterschaften teil. Für die Nationalmannschaft absolvierte er 102 Länderspiele ehe er 1990 zurücktrat.[3]
- Neunmal Deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit PSV Borussia Düsseldorf
- 1975, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1986, 1988, 1990
Beruflich ist Ralf Wosik Geschäftsführer eines Versandhandels mit Tischtennis-Artikeln. Er ist verheiratet mit der Tischtennisspielerin Gudrun Richter, eine Schwester von Ruth Richter, der Ehefrau von Hanno Deutz, und hat zwei Kinder (Tochter Janina * 1983, Sohn Steffen * 1985). Sein jüngerer Bruder Torben Wosik ist auch ein bekannter deutscher Tischtennisspieler, ebenso seine Schwester Nadja (* 1966).
- Reinhard Schüssler: Ralf und Gudrun Wosik - Ein ideales Paar, Zeitschrift DTS, 1981/22 S.10
- ↑ Zeitschrift DTS, 1975/16 S.5
- ↑ Zeitschrift DTS, 1976/6 S.24
- ↑ Zeitschrift DTS, 1990/5 S.37
- Elmar Schneider: Ewiger Vizemeister und doch nicht tauglich zur tragischen Figur: Ralf Wosik, Zeitschrift DTS, 1987/5 S.32-34
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