Themen
Alphabet
Kategorien
Zufall
Tomus ad Antiochenos
Desoxyribonukleinsäure
Brasilianische Musik
Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung
Erkrath
Brig-Visp-Zermatt-Bahn
Taxon
Linde in Schenklengsfeld
LZ 120
Lipide
zu den Favoriten
Seite bearbeiten
Versionen/Autoren
Diskussion

Thunersee




Thunersee
Blick vom Niederhorn auf den Thunersee und Thun

Blick vom Niederhorn auf den Thunersee und Thun

Daten
Lage: Berner Oberland
BFS-Nr.: 9073
Fläche 48,3 km²
maximale Tiefe: 217 m
Zuflüsse: Aare, Kander, Lombach
Abfluss: Aare
Höhe: 558 m ü. M.
Grössere Orte am Ufer: Thun, Spiez
Interlaken
Karte
Thunersee

Der Thunersee ist ein Alpensee im Berner Oberland am nördlichen Alpenrand. Der See ist 17,5 km lang und max. 3,5 km breit. Seine Fläche beträgt 48,3 km² (er ist damit der grösste ganz in einem Kanton liegende See der Schweiz), die maximale Tiefe 217 m.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie und Geschichte

Der Inhalt beträgt rund 6,5 km³. An seinem nördlichen Ausfluss, der Aare, liegt die namengebende Stadt Thun.

Nach der letzten Eiszeit bildete sich dort, wo heute zwei Seen liegen, der so genannte Wendelsee. Durch Ablagerungen von Geschiebe der verschiedenen Bergbäche (vor allem durch den Lombach und die Lütschine) bildete sich ungefähr in der Mitte des Sees eine Ebene, das „Bödeli“, auf der heute die Gemeinden Interlaken, Matten und Unterseen liegen. Diese Schwemmebene teilte den See in den Thuner- und den Brienzersee.

Bei Normalwasserstand liegt der Seespiegel auf 558 m ü. M. Der Thunersee hat ein Einzugsgebiet von 2500 km². Bei längeren, starken Niederschlägen kann er über die Ufer treten, da die Abflusskapazität der Aare nur beschränkt ist. Diese wichtige Staufunktion des Thunersees erspart der tiefergelegen Stadt Bern einige Überschwemmungen, führt in Thun hingegen hin und wieder zu Problemen.

Der maximale Abfluss beträgt 345 m³ pro Sekunde, der mittlere Abfluss liegt bei 110 m³/s. Sein Hauptzufluss, die Aare, wird im Südosten vom 6 Meter höhergelegenen Brienzersee gespeist.

[Bearbeiten] Industrie

Von der Fischerei im Thunersee leben mehrere Berufsfischer. Im Jahr 2001 betrug ihr Gesamtertrag 53'048 Kilogramm.

Seit 1835 gibt es auf dem See eine Passagierschifffahrt. Heute betreibt die BLS AG eine Flotte von zehn Schiffen, darunter der historische Schaufelraddampfer Blümlisalp sowie von 2001 bis 2003 das weit über die Region hinaus bekannte Drachenschiff (umgebautes Motorschiff Stadt Thun).

An den Ufern des Thunersees wird in den Gemeinden Thun, Spiez, Oberhofen und Hilterfingen Weinbau betrieben. Weisse Sorten sind Müller-Thurgau und Chardonnay, rote Sorten sind Garanoir und Pinot Noir. Das Rebbaugebiet Thunersee besitzt seit dem 1. Januar 2008 den gesetzlichen Status einer AOC.[1]

Die Rüstungsbetriebe des Bundes versenkten nach dem 2. Weltkrieg rund 3000 Tonnen Munition und Munitionsbestandteile im Thunersee, da dies als sicherer und günstiger Entsorgungsweg galt. Zurzeit (2007) läuft ein Untersuchungsprogramm, das die Verschmutzung des Sees durch den Munitionsinhalt und die Bergungsmöglichkeiten abklärt. [2][3]

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. AOC-Reglement für Thunerseewein
  2. Behandlung der Munitionsversenkungen im Schweizer Parlament. Aufgerufen am 15. April 2009.
  3. VBS. Aufgerufen am 15. April 2009.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Thunersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
46.697.71555555556

Wissen im Web, 2010.
Linkempfehlungen:
Knowledgehunter
Shoppen im Web
Dictionary of Meaning
Bedeutungswörterbuch