Universität Potsdam
| Universität Potsdam
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| Gründung
| 1991
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| Trägerschaft
| staatlich
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| Ort
| Potsdam
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| Bundesland
| Brandenburg
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| Staat
| Deutschland
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| Leitung
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Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine E. Kunst
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| Studenten
| 19.894 (WS 2008/09, inkl. Zweit-, Gasthörer, Studienkolleg)[1]
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| Mitarbeiter
| 3.671[2]
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| davon Professoren
| 233[2]
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| Website
| www.uni-potsdam.de
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Campus Neues Palais: Häuser 9 und 11
Die Universität Potsdam ist eine deutsche Universität, die sich über vier verschiedene Standorte in Potsdam erstreckt. Sie ist die größte der vier Potsdamer Hochschulen und zugleich die größte Hochschule des Landes Brandenburg.
Im Oktober 2009 wurde sie als eine von zehn Fachhochschulen und Universitäten für exzellente Lehre ausgezeichnet und erhielt dafür ein Preisgeld von einer Million Euro.[3]
Die Universität Potsdam ist am 15. Juli 1991 durch das Gesetz über die Hochschulen des Landes Brandenburg als Nachfolgerin der Brandenburgischen Landeshochschule Potsdam (vormals Pädagogische Hochschule „Karl Liebknecht“) und der Hochschule für Recht und Verwaltung Potsdam-Babelsberg (vormals Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“) neu gegründet worden.
Daher liegt auch heute noch ein Schwerpunkt auf der Lehrerausbildung. Gründungsrektor war der Chemiker und spätere Landesverfassungsrichter Rolf Mitzner.
Der Campus der Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit in Golm gehört heute ebenfalls zur Universität Potsdam und beherbergt die Humanwissenschaftliche, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät.
[Bearbeiten] Universitätsbibliothek
Die Universitätsbibliothek Potsdam (kurz: UB Potsdam) wurde 1991, kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der neugegründetete Universität Potsdam gegründet und eröffnet. Dadurch wurden die Bestände der Vorgängereinrichtungen wie der Pädagogischen Hochschule Karl Liebknecht am Neuen Palais und der Babelsberger Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR in die UB Potsdam integriert.[4] Nachdem die UB Potsdam in den letzten Jahren in diversen Gebäuden in Potsdam untergebracht war, wird sie 2010 erstmals in der Geschichte der Universität ein extra erbautetes Bibliotheksgebäude in Golm beziehen.[4]
Rund 1,3 Millionen Bände, 2.850 gedruckte und über 8.000 elektronische laufende Zeitschriften sowie eine Vielzahl von E-Books und Datenbanken gehören dem Bestand der Universitätsbibliothek an. Dadurch gehört die UB Potsdam zu den mittelgroßen Universitätsbibliotheken in Deutschland.[4]
Die Universität Potsdam gliedert sich in die folgenden fünf Fakultäten.
Das Sprachenzentrum bietet eine Vielzahl von Sprachen mit internationalen akkreditierten Hochschulzertifikat (UNIcert) für Studierende aller Fakultäten an.
Mit Beginn des Wintersemesters 2008/2009 waren an der Universität Potsdam 19.894 Studenten immatrikuliert. Die meisten Studenten sind in der Philosophischen Fakultät, 30 % (5.934), und in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, 27 % (5.324), eingeschrieben. Der Anteil der Frauen beträgt insgesamt 58 %. Mehr als 2.000 Ausländer absolvieren an der Potsdamer Alma Mater ein Studium. Die „Neuen“, ausgewertet nach dem Ort der Hochschulzugangsberechtigung, kommen zu 26 % aus den neuen, zu 14 % aus Westdeutschland und zu 14 % aus Berlin. 46 % haben diese im Ausland erworben.[1]
Bis zum Jahr 2007 gab es einen flächendeckenden Numerus clausus an der Universität Potsdam. Dieser wurde nun für bestimmte Studienfächer aufgehoben. Im Studienjahr 2008 schlossen 2.101 Studierende ihr Studium ab. Darüber hinaus gab es 221 Promotionen und 15 Habilitationen.[5]
Neben dem breit gefächerten Angebot an grundständigen Studiengängen etablieren sich aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften folgende Studiengänge auf dem Weiterbildungsmarkt:
- MBA InfoTech
- MBA BioMedTech
- MBA InnoTech
- Schulmanagement
- Master of Public Management
- Master of Global Public Policy
Die postgradualen Studiengänge sind akkreditiert bei den jeweiligen Agenturen. Die übrigen Fakultäten sind nicht mit Weiterbildungsstudiengängen aktiv.
[Bearbeiten] Historische Gebäude
Campus Neues Palais: Haus 8
Einige Teile der Universität sind in historischen Gebäuden untergebracht, die teilweise sogar ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurden. So befindet sich im Park Sanssouci, am Neuen Palais, die Bereichsbibliothek und das Historische Institut in einem Teil der Communs, sowie unter anderem das Institut für Germanistik in den ehemaligen Marställen.
Auch die Geschichte der anderen Standorte, Babelsberg und Golm, ist von historischem Interesse. Die ältesten Gebäude der Golmer Institute wurden in den 1930er-Jahren für die „Luftnachrichtenabteilung Oberbefehlshaber der Luftwaffe“ gebaut. In den Kasernen wurden Soldaten für das SS-Griechenlandcorps ausgebildet. Ab 1951 wurden dort an der neugegründeten Juristischen Hochschule des
Ministeriums für Staatssicherheit Kader für die Staatssicherheit ausgebildet.
Die heutige Juristische Fakultät und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität sind im ehemaligen Präsidial- und Verwaltungsgebäude des Deutschen Roten Kreuzes (1939/1940) in Babelsberg/Griebnitzsee untergebracht. Weitere Hörsäle und Gebäude wurden in den 1950er-Jahren unmittelbar hinter dem Schloss Babelsberg für die Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR errichtet.
[Bearbeiten] Zukünftige Ausbaupläne
Neubau der Universität Potsdam am Standort Golm
Hörsaalgebäude des Hasso-Plattner-Instituts
Im Zuge der Forderung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der Universitätsstandort Babelsberg müsse aus dem Babelsberger Park weichen, ist die Universität Potsdam bemüht, andere Standorte zu erschließen. So wird, seit dem Jahr 2000, der Standort Golm durch mehrere Neubauten aufgewertet, damit sich dort der Kern der Naturwissenschaften (derzeit am Neuen Palais) ansiedeln kann. Nach dessen endgültigem Umzug (voraussichtlich 2009), könnten die Geisteswissenschaften aus Babelsberg abziehen und den freigewordenen Platz am Neuen Palais nutzen. Gefördert wird dieses Projekt der Standortverschiebung durch die Europäische Union und die Bundesrepublik Deutschland. Das Land Brandenburg beteiligt sich nur gering finanziell.
Die Universität Potsdam gliedert sich in drei Universitätskomplexe (I–III) und hat darüber hinaus vier weitere Standorte, an denen jedoch nur einzelne Gebäude stehen. Die drei großen Universitätskomplexe sind folgende:[6]
- Universitätskomplex I Am Neuen Palais: Philosophische Fakultät, Institute für Mathematik und Sport
- Universitätskomplex II Golm: Humanwissenschaftliche, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
- Universitätskomplex III Babelsberg am Griebnitzsee: Juristische, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Institut für Informatik, Hasso-Plattner-Institut
Weitere Universitätsstandorte:
- Maulbeerallee: Botanischer Garten. Lehr- und Forschungseinrichtung des Instituts Biologie. Ausbildung im Fach Botanik.
- Karl-Marx-Straße in Babelsberg: Einige repräsentative Villen werden von den Wirtschaftswissenschaften genutzt für Verwaltung und Seminare
- Gutenbergstraße: Seminare und Übungen zur erziehungswissenschaftlichen Ausbildung für Lehramtsstudiengänge.
- Lennéstraße: Hier wurden Teile des Instituts für Biochemie und Biologie untergebracht. Der Komplex ist jedoch geschlossen worden und die Kapazitäten wurden weitestgehend in die Neubauten nach Golm verlegt.
- Manfred Görtemaker (Hrsg.): Die Universität Potsdam. Geschichte – Bauten – Umgebung. Berlin 2001. ISBN 3830502303
- ↑ a b Statistiken/Zahlen über die Universität im Wintersemester 2008/09: Studierende (Deutsch). Universität Potsdam. Abgerufen am 11. November 2008.
- ↑ a b Statistiken/Zahlen über die Universität: Personal/Stellen (Deutsch). Universität Potsdam. Abgerufen am 04. Juni 2008.
- ↑ Wettbewerb exzellente Lehre
- ↑ a b c uni-potsdam.de: Universitätsbibliothek Potsdam. Zugriff: 10. April 2009
- ↑ Universität Potsdam: Absolventenzahl 2008
- ↑ uni-potsdam.de: Zentrale Adressen. Zugriff im April 2009
52.401111111113.0119444444
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