Universität Salzburg
Die Universität Salzburg (Beiname: Paris-Lodron-Universität Salzburg) ist die älteste und größte Universität Salzburgs. Sie wurde 1622 gegründet und war von 1810 bis 1962 aufgelassen. Die Paris-Lodron-Universität gliedert sich heute in die vier klassischen Fakultäten; Katholische Theologie, Rechtswissenschaften, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften. Sie ist zudem mit über 15.000 Studierenden und 1.600 Mitarbeitern in Forschung, Lehre und Verwaltung die größte Bildungseinrichtung in Stadt und Land Salzburg. Der Frauenanteil bei den Studenten beträgt 62 %, der Ausländeranteil 26 % (Aufgrund der Grenznähe mehr als die Hälfte davon aus Deutschland).[2]
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Universitätssiegel über dem Eingang zum Kapitelhaus, Kapitelgasse 4
Am 23. Juli 1622 wurde Albert III. Keuslin zum ersten Rector Magnificus der Benediktineruniversität Salzburg ernannt. Am 5. Oktober erhob dann Kaiser Ferdinand II. das benediktinische Gymnasium in Salzburg zur Universität und am 8. Oktober 1622 wird die Universität durch ihren Gründer, den Erzbischof von Salzburg Paris Graf von Lodron feierlich eröffnet.
Damals übernimmt eine Gruppe Salzburger, Schweizer, süddeutscher und österreichischer Benediktinerklöster den Aufbau und die Erhaltung der Universität. Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts werden neben theologischen und philosophischen auch juristische und medizinische Vorlesungen gehalten.
1810 wird die Universität nach der Angliederung Salzburgs an Bayern aufgelöst. An ihrer Stelle wird ein Lyzeum (mit theologischen und philosophischen Inhalten) und eine medizinische Lehranstalt errichtet. Die theologische Sektion des Lyzeums wird erst 1850 wieder in den Rang einer Universitätsfakultät erhoben (Salzburg steht seit 1816 unter österreichischer Herrschaft), das Lyzeum wird aufgelöst.
Erst 1962, rund 150 Jahre nach Auflassung der Universität, kommt es zur Wiedererrichtung der Universität Salzburg mit einer Katholisch-Theologischen und einer Philosophischen Fakultät, zu denen später noch zwei (bzw. zwischenzeitlich drei) Fakultäten treten.
Durch den Wegfall der Studiengebühren und Aufnahmetests gab es im WS09/10 einen starken Anstieg der Studentenzahl (WS06/07: 13599; WS09/10: 15772), vor allem in Massenfächern wie etwa Kommunikationswissenschaft.[4] In diesem Fach mussten Vorlesungen in externen Veranstaltungshallen abgehalten werden und der Anteil der Studenten aus Deutschland beträgt über 40%, deshalb möchte man versuchen nächstes Jahr wieder Zugangsbeschränkungen einzuführen.
Unten das Geisteswissenschaftliche Universitätsgebäude in der Altstadt, darüber die Festung
Nach dem Universitätsgesetz 2002 besteht die Universität heute aus vier Fakultäten:
Diese vier Fakultäten sind wiederum in 31 Fachbereiche untergliedert. Diese Gliederung ersetzt die alte Unterteilung der Fakultäten in Institute, manche früheren Institute werden seit 2004 als Fachbereiche einfach weitergeführt, andere wurden unter einem gemeinsamen Dach als neuer Fachbereich zusammengefasst.
Eine medizinische Fakultät wurde 1975 in den Organisationsplan der Universität aufgenommen, allerdings nie vollständig realisiert. Nach der Gründung der Privaten Medizinische Universität Salzburg besteht dazu heute aber keine Notwendigkeit mehr und ist die Einrichtung einer solchen Fakultät auch nicht mehr Teil des neuen, 2004 in Kraft getretenen Organisationsplanes.
Die „Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Salzburg“ (ÖH Salzburg) ist die gesetzliche Vertretung der Studierenden an der Universität Salzburg. Für die Studenten der Universität besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der Körperschaft öffentlichen Rechts.
Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Salzburg vertritt die Studierenden auf drei verschiedenen Ebenen. Sie bietet den Studenten außerdem mit einem Beratungszentrum Hilfe und veröffentlicht quartalsweise die Zeitschrift Uni:Press.
- Universitätsvertretung
Die Universitätsvertretung (UV) der Studierenden ist das wichtigste Kollegialorgan der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Salzburg und wird alle zwei Jahre neu gewählt, zuletzt im Sommersemester 2007. Nach einem Skandal um den VSStÖ gab es im November 2008 einen Vorsitzwechsel. Vorsitzender der Universitätsvertretung ist derzeit Hannes Blaschke von der GRAS (Grüne und Alternative StudentInnen). 1. stellvertretender Vorsitzender ist Christian Niedermüller von der AG (Aktionsgemeinschaft). 2. stellvertretende Vorsitzende ist Elisabeth Piller (ebenfalls von der GRAS).
Die dreizehn Mandate der Universitätsvertretung sind seit der letzten Wahl wie folgt besetzt: GRAS: fünf Mandate, VSStÖ: vier Mandate, AG: drei Mandate, UNL: ein Mandat. Durch die derzeitige Koalition bestehend aus drei Fraktionen ist die Fraktion GRAS die momentan einzige Opposition in der Universitätsvertretung. Nach der Abschaffung der direkten Wahl der Bundesvertretung im Jahr 2007 entsenden GRAS, VSStÖ und AG je einen Vertreter in das bundesweite Studierendenparlament.
- Fakultätsvertretungen
Von der Universitätsvertretung wurde im Juni 2006 Fakultätsvertretungen (FVen) eingerichtet, die aber noch nicht konstituiert sind.
- Studienvertretungen
Weitere Organe der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität Salzburg sind die Studienvertretungen (StVen). Eigene Studienvertretungen bestehen für jedes ordentliche Studium (Diplomstudien bzw. Bachelor/Masterstudien), sowie für die vier Doktoratsstudien der einzelnen Fakultäten. Die Studienvertretungen für die Lehramtsstudien sind mit der jeweiligen Studienvertretung für das ordentliche Studium zusammengelegt.
[Bearbeiten] Weitere Studierendenvertretungen
Naturwissenschaftliche Fakultät
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Naturwissenschaftliche Fakultät
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Naturwissenschaftliche Fakultät
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Naturwissenschaftliche Fakultät
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- ↑ Bilanzdaten der Universität. Universität Salzburg. Abgerufen am 28. Dezemver 2008.
- ↑ Daten der Paris-Lodron Universität Salzburg. Universität Salzburg. Abgerufen am 28. Dezemver 2008.
- ↑ Studierendenstatistik der Paris-Lodron Universität Salzburg. Universität Salzburg. Abgerufen am 7. Oktober 2009.
- ↑ Standard Artikel. Abgerufen am 7. Oktober 2009.
47.797200297213.0479276167
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